Ein neuer Blog…

Nun also doch: Ein eigener Blog. Noch dazu einer, der nichts mit Katzen oder Tierheim zu tun hat. Oder doch? Da die Gedankengänge einer Frau für andere nur scheinbar unlogisch oder sprunghaft erscheinen – das eine hat mit dem anderen schon was zu tun, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht. Leute, die im Tierheim arbeiten oder mithelfen, nennen sich Tierfreunde oder auch Tierschützer. Doch wessen Freund sind wir und welche Tiere schützen wir? Nur Hunde, Katzen und Kleintiere und vielleicht noch den einen oder anderen aufgegriffenen verletzten Vogel oder Igel? Warum streicheln wir unsere Katze, unseren Hund, unseren Hamster, aber essen Schweine, Rinder, Hühner? Für unsere Haustiere kaufen wir zum Teil teures Futter, zahlen Impfungen und sonstige Tierarztkosten, unser Mittagessen soll aber möglichst nicht viel kosten und wir versichern uns (in der Regel) nicht, ob die Tiere, die schließlich auf unserem Teller landen, wirklich ein schönes Leben hatten und wie viel Stress sie auf dem Weg zum Schlachthof hatten.

Bei mir persönlich liegt ja schon lange kein Fleisch mehr auf dem Teller, frei von Schuld bin ich trotzdem nicht. Zum einen habe ich vereinzelt in den letzten Jahren noch Fisch gegessen, zum anderen habe ich mich ansonsten „nur“ vegetarisch ernährt, d. h. weiterhin Eier und Milchprodukte gekauft. Zwar Eier aus Freilandhaltung und Milchprodukte häufig bio, aber ohne Kontakt zu den Herstellern. Das heißt, ich weiß nicht, wie es den Tieren wirklich ging.

In letzter Zeit kamen ja diverse Bücher zum Thema auf den Markt. Ich habe „Tiere essen“  (Jonathan Safran Foer) oder „Anständig essen“ (Karen Duve) nicht gelesen. Auch zu dem Buch „Die China Study“ (T. Colin Campbell) habe ich nur die Rezensionen gelesen (Rezensionen sind aber oft auch sehr aufschlußreich). Ich weiß, dass mich die Beschreibungen in solchen Büchern tagelang nicht schlafen lassen. Das Buch „Du sollst nicht töten“ (Nina Messinger) habe ich mir besorgt und gelesen, aber auch hier einen Teil (die Aussagen der Schlachthofarbeiter) ausgelassen. Aber das Leid der Tiere findet ja nicht nur im Schlachthof statt, sondern dauert oft ihr ganzes Leben lang. Und auch, wenn man Milch und Eier verzehrt, unterstützt man das. Das ist mit ein Grund, weshalb ich beschlossen habe, dass Vegetarier sein für mich nicht mehr ausreicht.

Ich halte mich nicht gerade für eine begnadete Köchin und deshalb habe ich auch lange gezögert, ob ich wirklich einen Blog anfangen will. Aber vielleicht kann ich trotzdem den einen oder anderen Leser dazu anregen, ab und zu vegetarisch oder sogar vegan zu kochen. Ich weiß, dass es manchen nur an Ideen mangelt.

Bevor meine einleitenden Worte jetzt aber zu lang werden, lass ich es erstmal für heute gut sein. Sicher werden mit den nächsten Beiträgen noch einige Gedanken von mir zum Thema Vegetarismus bzw. Veganismus einfließen.

Ich habe aber versprochen, dass es Anregungen geben soll, was man vegan kochen kann und so fange ich als Nächstes gleich an mit meinem Mittagessen für morgen. Da ich nur ganz ganz selten in die Kantine gehe, aber mittags gerne warm esse, koche ich meistens für 2 Tage vor und wärme mir mein Essen auf der Arbeit in der Mikrowelle auf. Das ist zwar nicht so gut wie frisch gekocht, aber ich weiß, was drin ist.

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