Mock Duck

Heute geht es bei mir gutbürgerlich zu und das passt zu dem ziemlich trüben und kühlen Wetter.
Vor ein paar Monaten war ich zum ersten Mal in einem Asiashop zum Einkaufen und habe mir dort unter anderem probehalber eine Dose „Mock Duck“ mitgenommen. Mock Duck ist rein pflanzlich (aus Weizen) und bedeutet „falsche Ente“.
Man kann sehr gut vegan leben ohne Fleischersatz. Aber rein aus Neugierde wollte ich das mal ausprobieren.

Für mein heutiges Mittagessen waren folgende Zutaten nötig (für 2 Portionen):

1 Dose Mock Duck (280 g Nettogewicht)
1 kleine Zwiebel
1 1/2 EL Sojasauce
Salz, Pfeffer, Paprikapulver

Für die Sauce:
1 kleine Zwiebel
1 EL Olivenöl
1 TL Gemüsebrühpulver
1 EL Mehl
1 Lorbeerblatt
1 TL Hefeflocken
1 EL Sojasauce
1/2 TL Senf
1/2 TL Kräuter der Provence
Salz, schwarzer Pfeffer

Der Fleischersatz aus der Dose sollte ein paar Stunden vor dem Kochen vorbereitet werden. Dazu schneidet man das Weizenfleisch aus der Dose klein und lässt es in einem Sieb abtropfen. Die Flüssigkeit dabei auffangen, sie wird später für die Sauce benötigt.
Zwiebel kleinhacken, mit den Weizenfleischstücken mischen. Sojasauce, 1/2 TL Paprikapulver und etwas Salz und Pfeffer dazugeben, alles gut vermischen und mehrere Stunden ziehen lassen. Zwischendurch immer mal wieder umrühren.

Die Flüssigkeit aus der Mock Duck-Dose mit etwas Wasser auffüllen, bis 400 ml erreicht sind.
Die Zwiebel hacken und im Olivenöl glasig braten. Mehl darüberstäuben, unter Rühren mit den Zwiebeln verbinden lassen, dann mit dem Mock-Duck-Wasser auffüllen, etwas Gemüsebrühpulver dazugeben.
Lorbeerblatt zufügen und alles rund 10 Minuten leicht köcheln lassen.
Anschließend durch ein Sieb passieren.
Hefeflocken, Senf und Sojasauce zur Sauce geben, gut verrühren und mit Salz, schwarzem Pfeffer und Kräutern der Provence abschmecken.
Falls die Sauce zu dünn ist, mit Bindobin (Johannisbrotkernmehl) noch ein wenig andicken und nochmals aufkochen lassen.

Die Weizenfleischsstücke bei mittlerer Hitze in einer Pfanne knusprig braten.
Dazu gab’s bei mir Klöße halb und halb aus der Packung mit selbstgemachten Croutons in der Mitte.
Und als weitere Beilage Blaukraut (manche sagen ja auch Rotkraut oder Rotkohl dazu, ist alles das Gleiche), das ich im Winter in größerer Menge vorgekocht und eingefroren hatte.

Was soll ich sagen? Es hat geschmeckt. Aber: Ich weiß trotzdem nicht, ob es das Mock Duck bei mir noch einmal geben wird. Es war mir schon fast zu authentisch und mehr als einmal dachte ich beim Kauen „na, die werden mir doch nicht vielleicht doch echtes Fleisch untergemogelt haben?“
Für jemanden, der vegan, aber trotzdem deftig essen will, ist es aber durchaus eine Alternative.

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3 Kommentare zu “Mock Duck

  1. Pingback: Mock Duck, Mock Chicken – “Ente” und “Huhn” vegan » Unverbissen vegetarisch

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