Mohn-Streuselkuchen

Gestern war ja Muttertag. Ich mag solche vorgegebenen „künstlichen“ Festtage überhaupt nicht. Wenn ich meiner Mutter eine Freude machen will, mache ich das unabhängig vom Kalender.
Am meisten stört mich aber daran, dass solche Ereignisse vor allem einen Zweck haben: nämlich die Kassen und Konten von Händlern und Produzenten zu füllen.
Der Werbung kann man kaum entgehen, was mich umso starrsinniger macht.
Zwar hält meine Mutter vom Muttertag als solchen auch nicht viel, andererseits wäre sie trotzdem enttäuscht, wenn ich sie an diesem Tag nicht besuchen würde (und vielleicht ja doch eine Kleinigkeit mitbringe, darf aber auch ein Wiesenblumenstrauß sein).
Gut, Blumen gab’s gestern keine, aber einen Kuchen habe ich ihr gebacken. Hefeteig mögen wir alle sehr gerne und er hat den Vorteil, dass er problemlos ohne Ei zu machen ist. Und weil meine Mutter Mohn so gerne mag, gab es einen Mohn-Streuselkuchen. Wobei ich da gleich noch einen Rest Sojajoghurt mitverwertet habe.

So sah er aus, kurz nachdem ich ihn aus dem Backofen genommen habe:

Zutaten:
für die Füllung:
150 g Sojajoghurt
1 geh. TL Vanillepuddingpulver
1/4 l Milch
50 g Alsan
125 g Zucker
1/2 TL abgeriebene Zitronenschale
50 g gemahlene Mandeln
200 g Mohn, gemahlen (kein Mohn-Back!)

für den Teig:
250 g Mehl
15 g Hefe
25 g Zucker
1/8 l Milch
20 g Alsan (weich)
1 Pr. Salz

für die Streusel:
100 g Mehl
50 g Zucker
70 g Alsan (kalt)

etwas Alsan und Paniermehl für die Backform

Zubereitung:
Am Vortag Sojajoghurt in ein mit einem sauberen Tuch ausgelegtes Sieb geben und über einer Schüssel über Nacht abtropfen lassen (Kühlschrank).
Abgetropften Sojajoghurt am nächsten Tag mit Vanillepuddingpulver glatt rühren.
Milch mit Alsan, Zucker und Zitronenschale aufkochen lassen. Gemahlene Mandeln und Mohn einrühren, den Topf vom Herd ziehen und 30 Minuten quellen lassen.
Für den Teig die Hefe in lauwarmer Milch auflösen. Mehl, Zucker, weiche Alsan und Salz in eine Schüssel geben. Die Hefemilch dazugießen und alles gründlich verkneten, bis sich der Teig von der Schüssel löst.
Abgedeckt an einem warmen Ort 15-20 Minuten gehen lassen.
Für die Streusel Mehl, Zucker und kalte Butter (in Flöckchen) verkneten und beiseite stellen.
Eine 26 cm Springform ausfetten und mit Paniermehl ausstreuen. Den gegangenen Teig in die Form geben, zum Rand hin ausrollen und ca. einen 2-3 cm hohen Rand hochdrücken.
Die Sojajoghurt-Masse auf den Boden streichen. Darüber die abgekühlte Mohnmasse geben und alles glatt streichen.
Zum Schluß die Streusel überstreuen.
Den Kuchen noch einmal 15 Minuten gehen lassen.
Im Backofen bei 175-180 Grad Heißluft (nicht vorgeheizt) ca. 35 Minuten backen.

Wer das Rezept nachbacken will: Den Sojajoghurt mit Vanillepuddingpulver kann man auch weglassen (oder aber auch die Menge verdoppeln). In die Mohnmasse kann man nach Belieben noch Rosinen geben, dann würde ich aber die Zuckermenge reduzieren, da der Kuchen allein durch die Streusel schon sehr süß ist.

Er hat uns gut geschmeckt. Da wir nur zu dritt waren, blieb natürlich trotzdem noch was übrig und so konnte ich ein Stück zum Fotografieren mit heimnehmen. Hier also noch ein Foto vom Innenleben:

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