Veganer und Katze, geht das überhaupt?

Oh-oh, ein sensibles Thema. Hier kann es hitzige Diskussionen unter Veganern geben. Ich werde mich daran nicht beteiligen, denn wie ich lebe, was ich esse und wie ich meine Katze füttere, entscheide ich für mich allein.
Ich teile mein Zuhause schon sehr lange mit Katzen. Momentan ist es nur noch eine einzige. Leider akzeptiert sie keine weiteren neuen Artgenossen in ihrem Revier.
Wenn ich ein Haustier habe, übernehme ich die Verantwortung dafür und das bedeutet für mich, dass ich es so artgerecht wie möglich halte.
Deshalb ist meine Katze auch Freigänger, ab und zu fängt sie draußen eine Maus und frisst sie auch. Aber das allein würde sie nicht sattmachen, so viele Mäuse gibt es nämlich bei uns gar nicht.
Vegane Ernährung kann ich für mich entscheiden, aber ich will sie nicht meiner Katze aufzwingen.
Allein wie Katze oder Mensch auf rohes Fleisch bzw Blutgeruch reagieren, ist für mich ein Anzeichen dafür, ob jemand von Natur aus Fleischesser ist oder nicht.
Stellen Sie einen Teller rohes Fleisch auf den Tisch. Wieviele Menschen wird es geben, die schnuppernd durch die Wohnung laufen und fragen „Was riecht denn hier so lecker?“ Und wieviele Katzen gibt es, die durch den Geruch angelockt werden und nur mit Mühe davon abgehalten werden können, auf den Tisch zu springen?

Auch wenn es mir wehtut, eine Dose Katzenfutter aufzumachen oder Frischfleisch für meine Katze zu schneiden, ich sehe eine gewissen Notwendigkeit darin, da ich Verantwortung für sie übernommen habe.
Die einzige richtige Konsequenz wäre, keine Katze mehr zu halten. Was würde mit meiner alten Milena passieren? Sie könnte sich draußen allein von Mäusen nicht ernähren…
Ein Dilemma. Ich habe meine Entscheidung getroffen und denke, eine 90- oder 95-prozentige vegane Lebensweise ist immer noch besser als gleich zu kapitulieren und komplett auf vegane Ernährung zu verzichten.
Wenn jemand sagt „dann bist du aber kein Veganer“, da kann ich nur sagen „ja, das ist richtig“. Ich verwende auch meine alten Ledersachen (Schuhe, Handtasche) weiterhin, das Wegwerfen nützt niemandem mehr. Ich werde aber darauf achten, nichts Neues aus Leder mehr zu kaufen.
Und Katzen werden weiterhin mein Leben bereichern, denn auch sie brauchen Hilfe. Wenn es einmal passieren sollte, dass im Tierheim keine Katzen auf Vermittlung warten, werde ich meine Einstellung überdenken.

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3 Kommentare zu “Veganer und Katze, geht das überhaupt?

  1. Hallo,
    die Seite ist mir natürlich bekannt. Es ist nicht so, dass ich mich nicht informiert hätte. Dennoch darf ich meine eigene Meinung zu diesem Thema haben und meine eigene Entscheidungen treffen.

  2. Hallo vegen50plus,
    ich sehe das gleich wie Du. Unsere Katze, die uns total abgemagert zugelaufen ist, von niemand vermisst wurde und eben nun in einem veganen Haushalt wohnt, bekommt trotzdem ihr Fleisch. Ich glaube, es wäre nicht artgerecht ihr veganes Futter vorzusetzen, aber da scheiden sich die Geister, wie man sieht.

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