Artensterben vor unserer Haustür

Ganz schleichend passiert es – und vielen Menschen, deren Gedanken hauptsächlich um Arbeitsplatz, Konsum und Fernsehen kreisen, fällt es wahrscheinlich gar nicht auf: das Artensterben vor unserer Haustür.

Hand aufs Herz: Rechnen Sie in der heutigen Zeit noch damit, in der Natur einer Schlange zu begegnen?  Wieviele Lerchen haben Sie dieses Frühjahr schon jubilieren hören? Wieviele Schwalben haben Sie schon fliegen sehen?
Und wieviele verschiedene Vogel- oder Schmetterlingsarten konnten Sie dieses Jahr schon in Ihrem Garten zählen? Haben Ihre Kinder schon jemals eine Smaragdeidechse oder einen Feuersalamander in freier Natur gesehen?

Nicht jeder Tier- oder Umweltschützer ist vegan und nicht jeder Veganer ist automatisch Tier- oder Umweltschützer. Aber dennoch hängt das eine mit dem anderen doch ein bißchen zusammen.
Denn der Großteil der Veganer hat sich für diese Lebensweise entschieden, weil er das Tierleid nicht länger in Kauf nehmen wollte.
Aber nicht nur das sogenannte Nutzvieh (ich mag den Ausdruck nicht, aber jeder weiß, was damit gemeint ist) leidet unter dem Menschen, auch alle Wildtiere. Rückzugsgebiete werden immer weniger, Industrieflächen und intensiv genutztes Ackerland immer mehr.
Jemand, dem Tierschutz am Herzen liegt, kann sich dem Umweltschutz nicht verschließen.

Ich bin selbst kein Gutmensch, denn auch ich fahre mit dem Auto zur Arbeit und ins Tierheim. Es ist schwierig, 100%ig umweltfreundlich und vegan zu leben, ich glaube, es gelingt den wenigsten. Aber das sollte uns nicht davon abhalten, es wenigstens teilweise zu versuchen, soweit es uns möglich ist.
Deshalb soll der heutige Blogbeitrag nur als Gedankenanstoß dienen…

Als Erinnerung, dass wir uns öfter mal überlegen, ob wir das Auto nicht stehen lassen können.
Als Erinnerung, dass wir – wenn schon nicht täglich – öfter mal einen veganen Tag einlegen können.
Als Erinnerung, dass wir in unserem Garten wenigstens in einer Ecke mal ein Büschel Brennesseln stehen lassen können oder einen Teil des Rasens in eine Wildblumenwiese verwandeln können.
Als Erinnerung, dass auch die kleinen Dinge und Maßnahmen zählen, um die Welt ein ganz klein wenig zu verbessern.

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Ein Kommentar zu “Artensterben vor unserer Haustür

  1. Ein sehr schöner Artikel, der eine erschreckende Wahrheit besitzt, denn die neue „Rote Liste“ bedrohter Tierarten lässt einen an die Zukunft dieses Planeten zweifeln. Viele Menschen wissen leider nicht, dass das Artensterben früher oder später auch Einfluss auf die Menschheit hat, ob man will oder nicht. Das Gefüge des Planeten ist empfindlich, genauso wie das aller Lebewesen, die in Symbiose miteinander leben. Was den einen zustößt wird sich auch auf den anderen auswirken.

    Artensterben bedroht Milliarden Menschen – AFP

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