Die „Ware“ Tier

Heute gibt es mal wieder einen Artikel im Darmstädter Echo, in dem unser Tierheim erwähnt wird. So was lese ich natürlich immer ganz interessiert.
Der Anlass ist aber wieder mal ein trauriger, wenn auch mit einigermaßen glücklichem Ausgang für die beiden Hauptpersonen.
Da wurden zwei junge Meerschweinchen einfach so mit dem Sperrmüll „entsorgt“. Zum Glück wurden sie rechtzeitig gefunden und ins Tierheim gebracht, bevor sie in der Müllpresse gelandet sind.

Ich frage mich aber immer wieder: Wie krank ist unsere Gesellschaft eigentlich? Ok, man soll nicht verallgemeinern. Nicht alle Menschen sind so. Aber leider sind diese zwei Schweinchen kein Einzelfall.
Wie oft werden Katzen und Hunde einfach ausgesetzt, in der Mülltonne entsorgt. Zierfische oder Reptilien werden einfach in der Toilette heruntergespült.
Aus den Augen, aus dem Sinn – Problem beseitigt. Was geht in solchen Menschen vor?
Mich beschleicht der leise Verdacht, dass diese Menschen genauso leicht ihre Kinder entsorgen würden, wenn diese zu lästig werden. Wenn nicht unsere Bürokratie dafür sorgen würde, dass Kinder gleich nach der Geburt registriert werden. Und man sich so nicht einfach herausreden könnte, wenn ein Kind auf einmal nicht mehr da wäre.
Ja, es gibt auch die Fälle, wo ein Neugeborenes ausgesetzt wird oder ein Kleinkind aus dem Fenster geworfen wird, wie erst kürzlich wieder in den Nachrichten zu erfahren war. Aber im Verhältnis kommt das doch ziemlich selten vor, zum Glück.
Ausgesetzte oder weggeworfene Tiere allerdings gibt es schon öfter. Auch meine Mutter hat mal eine „Mülleimer-Katze“ aufgepäppelt.

Ich habe diese Wegwerf-Mentalität so satt! Da jammern die Leute, weil die Inflation so hoch ist, das Gehalt zu niedrig, aber dann wird einfach ein Tier gekauft und wenn man keine Lust mehr darauf hat, wird es weggeworfen.
Ich kann nur hoffen, dass man herausfindet, welche Leute das in oben genannten Fall waren und dass man sie entsprechend verurteilt. Hoffentlich ist die Geldstrafe richtig hoch. Denn das scheint das einzige zu sein, was solche Leute schmerzt: Der Verlust einiger Geldscheine im Portemonnaie.
Wobei dem Geld selbst das ziemlich egal ist, Geld empfindet nämlich keine Schmerzen.

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