Was ich gerade lese…


Lange Zeit habe ich mich davor gescheut, ein englischsprachiges Koch- oder Backbuch zu kaufen. Obwohl ich von Zeit zu Zeit englische Krimis lese und dabei in der Regel ohne Wörterbuch zurechtkomme, habe ich es mir einfach nicht zugetraut.
Während es bei einem Krimi meistens nicht so schlimm ist, wenn man mal einen Satz oder gar eine Passage nicht ganz versteht, kann das beim Kochen dramatische Folgen haben.
Dazu kommt, dass die Temperaturangaben oft nicht in Celsius, sondern Fahrenheit angegeben sind, die Gewichte nicht in Gramm, sondern in ounces oder die Mengenangaben überhaupt nur in cups.
Und dabei mag ich Tassenrezepte noch nicht einmal, wenn sie in deutsch geschrieben sind.

So langsam taste ich mich aber nicht nur im Internet an englischsprachige (Rezepte-)Blogs heran, sondern ich habe auch bei Amazon.de in letzter Zeit immer wieder sehnsüchtig nach dem großen Angebot an veganer englischer Literatur geschielt.
Die Rezensionen zu „Let them eat vegan“ bzw. die Buchvorschau haben mich so neugierig gemacht, dass ich mir das Buch jetzt doch bestellt habe.

Für manche Leser mag es vielleicht ein wenig enttäuschend sein, dass nur sehr wenige Fotos enthalten sind. Das finde ich nicht ganz so tragisch. Weiß ich doch aus eigener Erfahrung, dass nicht unbedingt immer das, was gut aussieht, gut schmeckt und umgekehrt.
Die einleitenden Worte zeigten mir, dass das Buch vom Prinzip her eine gute Wahl war. Denn Dreena Burton hat nicht nur jahrelange Erfahrung im veganen Kochen und Backen, sondern verwendet so gut wie keine Ersatzprodukte, bzw. zeigt wie man Alternativen selbst herstellen kann.
Insofern ist sie mir sympathischer als beispielsweise Attila Hildmann, dessen Buch „Vegan for fun“ ich in der Buchhandlung nur einmal durchgeblättert habe und enttäuscht auf die Seite gelegt habe.

Ja, ich nehme schon ab und zu Ersatzprodukte bzw. probiere wenigstens mal welche aus. Aber ich möchte nicht meine ganze Ernährung darauf aufbauen.
Ich denke, dass es gesünder ist, weitgehend Grundnahrungsmittel zu nehmen. Mal ganz abgesehen davon, dass man die Ersatzprodukte oftmals noch gar nicht vor Ort bekommt, sondern extra bestellen muss.

Auch möchte ich langfristig meine Ernährung etwas gesünder gestalten, also weniger Zucker, Weißmehl usw., sondern lieber etwas vollwertiger. Dabei kommt mir regelmäßig mein Schweinehund in die Quere, deshalb das Wörtchen „langfristig“.

Am Ende des Buches sind Umrechnungstabellen für Temperatur und Gewicht enthalten, was mir das Leben etwas leichter macht.
Und der Rest des Buches? Viele, viele Rezepte – und zwar nicht nur die herkömmlichen Currys, Reispfannen, Nudeln mit Sauce, was man eigentlich ja schon längst kennt, sondern etliche außergewöhnliche Kombinationen.
Leider sind häufig Zutaten dabei, die ich nicht vorrätig habe und die in Deutschland (oder zumindest da, wo ich wohne) auch nicht so einfach zu bekommen sind, obwohl man sie durchaus zu den Grundnahrungsmitteln zählen könnte: z. B. Hafermehl, Gerstenflocken, Chia-Samen.
Da hilft eigentlich nur, Alternativen zu verwenden und die Rezepte nicht 1:1 nachzukochen, sondern sie lediglich als Anregung zu sehen. Aber die Neugierde ist geweckt und vielleicht kaufe ich doch die eine oder andere Zutat noch ein, mal sehen.

Man darf sich auch nicht abschrecken lassen von den teilweise etwas längeren Zutatenlisten. Schaut man sich die Rezepte näher an, merkt man, dass die Zutatenlisten oft nur auf Grund der verschiedenen Gewürze so lang geraten sind.

Ob die Rezepte halten, was sie versprechen, muss ich erst noch sehen, wenn ich sie ausprobiere. Wenn das Ergebnis essbar ist, werde ich auf jeden Fall davon berichten. Es kann aber sein, dass es noch ein wenig dauert, bis Sie davon lesen können, denn für die nächste Zeit habe ich schon so viel anderes geplant. 😉

Übrigens: Viele der Rezepte sind auch im Internet zu finden unter http://plantpoweredkitchen.com/recipe-page/ bzw. unter http://viveleveganrecipes.blogspot.ca/

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s