Es gibt so Tage…

Es gibt so Tage, da schafft man es einfach nicht, vernünftig zu kochen. Ich hatte gestern so einen Tag. Und deshalb gibt es heute von mir kein Rezept zu lesen und auch kein Foto.
Eigentlich hätte ich es ja wissen müssen, denn Tierheimtage sind bei mir fast immer „lange Tage“.

Gestern war ich also nach der Arbeit noch im Tierheim. Die Vermittlungszimmer im Katzenhaus waren wieder etwas „aufgefüllt“ worden, was für mich bedeutet, dass ich etliche Fotos von den Neuzugängen machen darf.
Und natürlich beschäftige ich mich auch ein wenig mit den Katzen – zum einen, weil sie wenigstens ein bißchen Liebe und Geborgenheit fühlen sollen, – zum andern, weil ich ihren Charakter ja auch auf der Homepage beschreiben will.
Aber nicht nur die Neuzugänge werden fotografiert, sondern, wenn es sich ergibt, auch die, die schon länger da sind. Denn anfangs, wenn die Katzen noch neu im Tierheim sind, sind sie oft verschreckt und dementsprechend die Fotos von ihnen nicht so gut.

Spätere Fotos zeigen meistens entspanntere Katzen. Und auch für das Tier des Monats brauche ich immer mehrere Fotos.

Nach dem Tierheim habe ich noch schnell Obst und etwas Gemüse besorgt, alles immer noch im Zeitrahmen.
Daheim eigene Katze füttern, Abendessen vorbereiten, also die Dinge, die man täglich macht, auch kein Problem.
Daneben schon mal Kartoffeln gekocht.

Und dann? Ja, dann fehlen mir auf einmal 2 Stunden. Denn kaum setze ich mich an den PC, geht die Arbeit erst richtig los. Die geschossenen Fotos müssen alle durchgesehen werden, etliche davon sind gar nicht brauchbar, da verwackelt, schlecht beleuchtet oder die Katze hat einfach einen blöden Gesichtsausdruck oder den Kopf weggedreht.
Die restlichen Fotos gegeneinander abgleichen, welche verwendet man? Zurechtschneiden, die besten schon mal extra abspeichern für Carmen. Größe anpassen und notieren. Animationen erzeugen.
Dann die HTML für die Homepage anpassen: Eine einigermaßen passende Beschreibung formulieren, hat man auch keine der wichtigen Angaben vergessen? Fotos einfügen. Alles auf den Server hochladen, kontrollieren. Tippfehler ausbügeln.
Fotos an Carmen schicken, die sie für eventuelle Videos brauchen kann und für’s Facebook.
Sind Mails da, die noch bearbeitet werden müssen? Also Vermisstenmeldungen, Rückmeldungen von Katzenvermittlungen, Infos der anderen Ehrenamtlichen oder sonstige Anfragen, die die Tierheimkatzen betreffen?

Und dann der Blick auf die Uhr – ja, wo sind denn die 2 Stunden hin?

Ich wollte doch noch was für morgen und übermorgen kochen! Aus dem geplanten Kartoffelbrei werden nur Pellkartoffeln, die Zwiebelsauce wird durch eine Fertigsauce (vegan) aus der Tüte ersetzt. Das Gustostück muss zum Glück nicht extra bearbeitet werden, ist schon aufgetaut.
Und auch das Rotkraut hatte ich im Winter schon fix und fertig gekocht und eingefroren, muss also auch nur aufgetaut und heute aufgewärmt werden.

Ich muss also heute (und morgen) nicht auf eine warme Mahlzeit verzichten. In Ruhe was Vernünftiges kochen (ohne Fertigsauce) wäre mir lieber gewesen, aber es gibt halt so Tage…

Und natürlich musste auch noch der Abwasch anschließend bewältigt werden. Dann endlich eine halbe Stunde Ruhe, meine Milena neben mir auf der Couch.

Wieder einmal habe ich mir vorgenommen, an meinen Tierheimtagen nichts anderes mehr zu planen. Eintopf auf Vorrat kochen, wenn man Zeit hat und ihn für solche Tage einfrieren. Spart nicht nur Kochzeit, sondern auch den Abwasch.

Heute also kein Rezept und kein Foto…

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