Googlen Sie noch?

Googlen Sie noch? Oder nehmen Sie eine „sinnvollere“ Suchmaschine?
Vor etlichen Monaten bin ich auf http://www.ecosia.org gestoßen. Ich weiß nicht mehr, wie ich darauf gekommen bin, möglicherweise durch einen Artikel in der Schrot&Korn?
Ecosia verspricht 80% ihrer Einnahmen an ein Regenwaldprojekt des WWF zu spenden. Natürlich bin ich – wie viele andere vermutlich auch – total gegen die Abholzung des Regenwaldes und das schien mir was Sinnvolles.
Ich sagte mir immer, selbst wenn es keine 80% sind, sondern nur 10%, die tatsächlich helfen, dann ist das immer noch besser als nichts.
Nun ist der WWF vermehrt in die Kritik geraten, weil er sich nicht gegen Konzerne wie Monsanto stellt, sondern sich mit ihnen zusammen an einen Tisch setzt. Man kann es gut finden, weil manchmal Zusammenarbeit mehr bringt als Konfrontation. Oder eben auch nicht.
Ich muss sagen, ich bin sehr verunsichert und habe meine Mitgliedschaft beim WWF gegen eine bei Greenpeace getauscht. Aber auch bei Greenpeace gibt es nicht nur Engel.

Aber ich schweife ab…

Vor wenigen Tagen bin ich nun auf http://www.benefind.de gestoßen. Es ist ebenfalls eine Suchmaschine, die einen Teil ihrer Einnahmen spendet (für jede zweite Web-Suche wird 1 Cent gespendet).
Genau wie Ecosia basiert die Suche dort auf Bing, der Microsoft-Suchmaschine, die Ergebnisse der Suche dürften also die gleichen sein.
Bei Benefind kann man aus einer ganzen Liste von Organisationen auswählen, welche man unterstützen möchte. Unter anderem sind dort z. B. auch Wildwasser, Fischotterschutz, Tierschutzbund, Albert-Schweitzer-Stiftung, Provieh, Greenpeace, Ärzte gegen Tierversuche zu finden.
Man kann sogar mehrere auswählen, das funktioniert allerdings dann nur mit einer Registrierung. Trifft man keine Auswahl, werden alle hinterlegten Organisationen unterstützt.
Ich habe mich durch die Auswahllisten durchgeklickt, es sind 75 Seiten mit jeweils 10 Organisationen, also eine ziemliche Menge. Ich habe meine Auswahl getroffen. 🙂
Für jede Organisation kann man sich die Spendenstatistik anzeigen lassen, also wieviel Geld über die Suchmaschine jeweils dort gelandet ist. Auch wenn es erstmal nach nicht viel aussieht, Kleinvieh macht auch Mist.
Immer, wenn man dann die Seite aufruft, um etwas zu suchen, wird direkt auch diejenige Organisation angezeigt, die mit dieser Suche gefördert wird.

Na, wie steht’s – googlen Sie noch oder benefinden Sie schon?

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7 Kommentare zu “Googlen Sie noch?

  1. Hallo Christiane, es gibt auch noch eine andere gute Suchmaschine: benefind. dort werden verschiedene Organisationen unterstützt, man kann sich ausssuchen, welche. Ich habe mir Tiere in Not herausgesucht. Ob man sich da z. B. auch als Tierheim Darmstadt anmelden kann, weiß ich nicht. Ich benutze Google nur noch, wenn ich unter benefind so gar nix find 🙂 Liebe Grüße, Renate

  2. …. Da hätte ich mal deinen Eintrag zu ende lesen sollen… Autsch. Das kommt davon, wenn man mal wieder alles gleichzeitig macht.

  3. 🙂 kein Problem. Ich finde es ja toll, dass sich auch andere Gedanken machen. Das Tierheim Darmstadt könnte sich sicherlich auch anmelden. Allerdings ist die Liste der Organisationen mittlerweile so lang, dass sich wahrscheinlich kaum jemand (außer mir) ganz bis zum Ende durchhangelt. Ich habe mich bei benefind registriert und unterstütze jetzt mehrere Organisationen bei meinen Suchen, klappt gut.

    • Naja, wenn das im Tierheim bekannt gemacht würde, oder auf der Seite- da könnten sich doch noch andere interessieren…

      • Ich werd’s mal dem Vorstand vorschlagen. Vielleicht stimmt er ja zu und meldet das Tierheim Darmstadt an. Schließlich bringt es keine Nachteile, höchstens ein wenig (Klein-)Geld in die Kasse.

  4. Ich möchte mich für diesen Artikel bei dir bedanken! Ich kannte das Prinzip auch schon durch Ecosia, aber durch deinen Beitrag hier habe ich mir Benefind genauer angesehen und bin bei den Tierschutzorganisationen auf das „Kuhaltersheim“ Hof Butenland gestoßen. Seitdem vergeht kein Abend, an dem ich mir nicht auf Facebook deren neueste Videobeiträge ansehe – und das Ganze hat ungefähr den gleichen Effekt wie eine Stunde Yoga 🙂 Es ist sooooo entspannend, die geretteten Tiere dort in einer (wirklich) artgerechten Umgebung beim Planschen in der Suhle, beim schmatzenden Verzehr von Obstsalat, beim Herumhopsen auf der Weide, beim gegenseitigen Putzen (auch Kühe!) etc. zu beobachten. Einfach wunderbar! Diese entspannenden Momente habe ich dir zu verdanken 🙂

    • Hallo Sigrid,
      ich habe mir aufgrund Deines Kommentars jetzt auch einige der Videos angesehen. Es ist ja so schön, die Tiere entspannt bei ihren ganz natürlichen Verrichtungen zu sehen. Solche Bilder kennt ja heutzutage fast keiner mehr. Weh tut mir dabei nur, wenn ich daran denke, dass es leider nur einer Handvoll Tiere so gut geht, während Abertausende täglich ein Martyrium mitmachen.

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