Seelen

Da es heute früh bei uns gewittrig und nass draußen war, musste ich wenigstens kein schlechtes Gewissen haben, in der Küche zu stehen. Ich hatte nämlich mal wieder Lust, Seelen zu backen. Bis vor wenige Jahre kannte ich den Ausdruck Seelen im kulinarischen Sinne gar nicht. Dann wurde ich durch ein Rezept bei chefkoch.de darauf aufmerksam und mittlerweile habe ich sie schon öfter gebacken. Zuletzt am liebsten nach diesem Rezept: Konstanzer Seele

Ich finde es einfach genial, wenn Hefeteig über Nacht im Kühlschrank geht und sie schmecken toll. Allerdings sollte ich mir vielleicht doch angewöhnen, aus der angegebenen Menge mehr als 5 Stück zu machen. Ich erschrecke jedes Mal, wenn sie dann so groß sind. 🙂

Am liebsten esse ich sie zum Salat oder zu einem Eintopf. Manchmal aber auch einfach so, wenn mich nachmittags der Hunger überkommt. Eingefroren taue ich sie mit Hilfe von Mikrowelle und Heißluft in wenigen Minuten auf und sie schmecken dann fast wie frisch.

Ein ganz klein wenig passe ich das Rezept allerdings doch für mich an und dann sieht es so aus:

Zutaten:

500 g Weizenmehl Type 1050
10 g Frischhefe
8 g Salz
320 ml kaltes Wasser (evtl. minimal mehr)
etwas grobes Meersalz (Brezelsalz) und Kümmel zum Bestreuen

Zubereitung:

Hefe in eine Tasse bröckeln und mit einem Teil des Wassers verrühren, bis sich die Hefe aufgelöst hat. Mehl in eine Schüssel sieben. Mit dem Hefewasser, Salz und dem restlichen Wasser mehrere Minuten lang gut verkneten. Er ist etwas klebriger als der Hefeteig, den ich normalerweise für Kuchen mache.

Eine Schüssel mit Mehl gut ausstreuen und den Teigball reingeben. Das Ausstreuen mit Mehl hilft, dass sich der Teig am nächsten Tag besser aus der Schüssel lösen lässt. (Evtl. könnte man die Schüssel auch einölen, das habe ich aber noch nicht ausprobiert). Die Schüssel mit dem Teig in eine Plastiktüte packen und über Nacht (ca. 10-12 Stunden) in den Kühlschrank stellen.

Am nächsten Morgen den Teig auf ein bemehltes Backbrett geben, zu einem Rechteck ziehen und in 5 gleichmäßige Teile teilen (oder mehr, falls die Seelen nicht so groß werden sollen). Die Teile etwas länglich auseinanderziehen und auf ein mit Backpapier oder Backfolie ausgelegtes Backblech legen. Laut Rezeptvorlage soll dabei die Schnittfläche nach oben zeigen, ich halte mich aber nicht immer an diese Vorgabe.

Teiglinge mit etwas Wasser besprühen und 30 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen lassen. In der Zwischenzeit den Backofen auf 200 Grad O/U-Hitze (Heißluft 180 Grad) vorheizen. Die Teiglinge nochmal mit Wasser besprühen und nach Belieben mit grobem Salz und Kümmel bestreuen.

Ca. 20 Minuten backen. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

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Ein Kommentar zu “Seelen

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