Was ich gerade lese…

Die Überschrift stimmt mal wieder nicht so ganz, denn das Buch, über das ich heute erzählen will, habe ich abgesehen von der Einleitung mehr oder weniger nur durchgeblättert und enttäuscht auf die Seite gelegt.
The Complete Idiot’s Guide – Low-fat Vegan Cooking“ von Bo Rinaldi ist ein amerianisches veganes Kochbuch, das ich bei Amazon bestellt habe. Und es ist das erste Buch überhaupt, das ich zurückgesendet habe.

Dass es keine Fotos enthält, wäre absolut kein Problem für mich. Inzwischen weiß ich, dass die meisten veganen englischsprachigen Kochbücher keine oder nur sehr wenige Fotos enthalten.
Bestellt habe ich das Buch, weil ich gemerkt habe, dass vegane Ernährung nicht unbedingt dazu führt, dass man abnimmt. Ja, ich habe in den letzten Monaten eher die Erfahrung gemacht, dass ich aufpassen muss, dass ich nicht zunehme.
Dieses Thema werde ich auch noch in einem anderen Blogbeitrag behandeln.

Zurück zum Buch…
Ich war neugierig, welche Tipps es gibt, wie man Fett in der veganen Ernährung reduzieren kann bzw. war natürlich gespannt auf weitere neue Rezeptideen.

Die Einleitung begann recht interessant, wobei ich aber schnell gemerkt habe, dass Bo Rinaldi die 80-10-10-Regel von Dr. Graham verinnerlicht hat und einem schmackhaft machen will.
Über diese 80-10-10-Regel habe ich im Internet mittlerweile schon einiges Schlechtes gelesen. Leute, die sich strikt daran hielten, wurden eher krank als gesünder. Wobei man hier sicherlich noch unterscheiden muss, ob sich jemand hauptsächlich roh-vegan ernährt oder normal kocht, nur halt ohne tierische Zutaten.
Insgesamt ist die Einleitung im Buch etwas lang geraten, immer wieder weist Bo Rinaldi darauf hin, wie gesund low-fat vegan ist, welche Krankheiten damit vermieden werden…
Ok, man muss sich ja nicht unbedingt akribisch an diese Regel halten, könnte sich ja einfach ein paar Ideen aus dem Buch holen, dachte ich.

Liest man weiter, so erfährt man, dass er auch nicht alle Nüsse empfiehlt, von Weizen, Hafer, Roggen abrät und sogar von vielen Hülsenfrüchten.
Stattdessen tauchen in seinen Rezepten vor allem Hanfsamen und Chiasamen auf, die man hierzulande nur sehr schwer bekommt. Auch Zutaten wie Kokosnusszucker, Maca-Pulver, Irish Moss wüsste ich gar nicht, woher ich die bekommen sollte.
Hanfsamen und Chiasamen werden zum Teil auch in Dreena Burtons Buch „Let them eat vegan“ verwendet, dort aber nur vereinzelt, nicht als Hauptzutat bzw. Dreena Burton weist auch auf die Möglichkeit hin, Chiasamen durch Leinsamen zu ersetzen.

Was mich aber am meisten enttäuscht hat, waren die Rezepte. So richtig wollte mich keines ansprechen. Oft wurden wie gesagt Zutaten verwendet, die man in Deutschland kaum bekommt. Wenn ich mal ein Rezept entdeckt hatte, das „normal“ klang, dann war es eines, was ich mehr oder weniger sowieso schon in meinem Repertoire habe (z. B. Karotten-Ingwer-Suppe oder Quinoa-Tabouleh).
Ich habe nichts gefunden, wo ich sofort gesagt hätte „das möchte ich gerne nachkochen“, ja ich verlor beim Durchschauen die Lust überhaupt noch weiterzublättern.

Sicherlich gibt es Leute, die gerade auf diese Art von veganer Ernährung stehen, mein Fall ist es nicht. Ich möchte auch weiterhin noch Nudel- und Reisgerichte, Vollkornbrot und auch mal Kuchen oder Schokolade essen können. Essen soll ja auch noch ein Stück Befriedigung bringen.
Zumindest für mich ist es mehr als nur eine reine Nahrungsaufnahme.

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