Gesundheitscheck

Es war mal wieder so weit. Seit Jahren schon lasse ich im Herbst mein Blut untersuchen. Das hat nichts damit zu tun, dass ich mich krank fühle.
Sondern ich bin der Ansicht, dass der Körper Raubbau eine ganze Zeitlang gutmütig mitmacht und erst dann mit Schmerzen oder Krankheit reagiert, wenn das Fass übergelaufen ist.
Eine Blutuntersuchung deckt zwar nicht jeden Mangel auf, aber kann doch zumindest ein paar Hinweise geben, ob irgendwo was im Argen liegt.
Und so beobachte ich meine Blutwerte schon einige Jahre hinweg. Unter anderem habe ich so festgestellt, dass mein Cholesterinwert im Laufe der Jahre etwas angestiegen ist. Zwar nicht so hoch, dass der Arzt einen Kommentar darüber verloren hätte, der Wert war immer noch im Normbereich, aber für mich war es der Hinweis, dass da was aus dem Ruder zu laufen droht.

Ganz gespannt war ich also dieses Jahr auf die Auswertung, denn schließlich habe ich im letzten Herbst erst begonnen, meine Ernährung von vegetarisch auf vegan umzustellen.

Weil immer wieder darauf hingewiesen wird, dass Veganer besonders auf Vitamin B12 und auch Homocystein achten sollen, habe ich diesmal mein Blut auch dahingehend untersuchen lassen. Leider fehlen hier Vergleichswerte zu den letzten Jahren. Und auch Folsäure wurde bisher bei mir noch nie gemessen.

Was ist nun herausgekommen?

Wie erwartet ist mein Cholesterinspiegel super. Gesamtcholesterin liegt bei 154, HDL bei 58, LDL bei 87. Hier hat sich die vegane Ernährung eindeutig positiv ausgewirkt.
Etwas weniger positiv sind die Werte von Eisen, Folsäure und Schilddrüse. Eisen und Folsäure liegen an der unteren Grenze, ich werde noch ein bißchen mehr darauf achten, dass ich genügend grünes Gemüse, Bierhefe, Erbsen und Bohnen zu mir nehme. Außerdem wollte ich ja sowieso noch mehr Vollkornprodukte als bisher verwenden.
Nüsse und Tofu esse ich – denke ich – schon genug, da will ich die Menge eigentlich nicht unbedingt erhöhen.
Ich nehme an, dass mein Folsäurespiegel schon früher extrem niedrig war, denn gerade hier sollte sich die vegane Kost ja eigentlich positiv auswirken. Und bei Eisen ist es so, dass mittlerweile festgestellt wurde, dass es eher schädlich ist, wenn der Wert zu hoch ist. Ein kleines bißchen regulieren schadet aber sicherlich trotzdem nichts.

Was leider auch nicht so gut ist, sind meine Schilddrüsenwerte. Die waren aber auch schon vor einem Jahr nicht in Ordnung, daran ist also nicht unbedingt die vegane Ernährung schuld. Ich verwende schon jodhaltiges Meersalz, mehr Möglichkeiten über die Ernährung sehe ich momentan nicht. Klar, könnte ich auch noch Algen in meinen Speiseplan einbauen, aber irgendwie sprechen sie mich nicht so an bzw. ich wüsste nicht, wo sie dazupassen würden. Bisher habe ich sie nur vereinzelt mal in eine Gemüsesuppe bzw. Misosuppe getan.
Alle anderen Werte sind super. Also auch B12 und Homocystein. Wenigstens da muss ich mir keine Gedanken machen, es scheint ok zu sein, wie ich hier verfahre.

Auf jeden Fall sind meine Blutwerte nicht übel für eine Frau über 50. Und das ist doch schon was. 🙂
Und mein Blutdruck ist sowieso schon immer eher zu niedrig, also auch hier kein Risikofaktor.

Bisher sehe ich keinen Grund zur vegetarischen Kost (oder gar zu Fisch und Fleisch) zurückzukehren.

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2 Kommentare zu “Gesundheitscheck

  1. „Was leider auch nicht so gut ist, sind meine Schilddrüsenwerte. Die waren aber auch schon vor einem Jahr nicht in Ordnung, daran ist also nicht unbedingt die vegane Ernährung schuld. Ich verwende schon jodhaltiges Meersalz, mehr Möglichkeiten über die Ernährung sehe ich momentan nicht.“

    Gerade das könnte das Problem sein 😉

    Synthetisches Jod ist absolut schädlicher Industriemüll, der vom Körper gar nicht als Jod registriert, geschweige denn aufgenommen wird.

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