Fehlende Achtung

Heute habe ich in der Zeitung von den Schäden gelesen, die Jugendliche an Halloween verursacht haben.
Nun bin ich selbst kein Fan von Halloween, da es meiner Ansicht nach nur dem Kommerz dient. Aber natürlich: Wäre ich noch ein Kind, würde mir so was bestimmt auch Spaß machen, überall zu klingeln und Süßigkeiten zu hamstern.
Um Süßigkeiten zu betteln, das ist ja auch noch ok (wenn auch nicht gerade gesund). Schlimm finde ich es aber, wenn Häuser und Autos mit Tomaten oder noch schlimmer mit Eiern beworfen werden. Und zwar nicht nur, weil es teuer ist, die Fassaden zu reinigen.
Sondern weil so achtlos mit Lebensmitteln umgegangen wird. Vor allem Eier, für die dann noch Hühner unter tierquälerischen Bedingen gehalten werden. Denn die wenigsten Jugendlichen werden wohl Eier von freilaufenden Hühnern gekauft haben, sondern die billigste Ware.

Wenn ein Ei 50 Euro kosten würde, würde es bestimmt nicht als Wurfgeschoss dienen. Gleichzeitig würden insgesamt weniger Eier gekauft werden.
Massentierhaltung wäre nicht mehr notwendig, eine artgerechte Haltung wäre bei dem Preis ohne Probleme möglich. Die fehlende Achtung entsteht auch zum Teil dadurch, dass Lebensmittel immer billiger zu haben sind.
Ein Kreislauf…

Vor einiger Zeit machte ich mit meinem Vater einen Spaziergang über die Felder. Dabei erzählte er ein wenig von seiner Kindheit. Da er den zweiten Weltkrieg und außerdem die Vertreibung aus dem Sudetenland miterlebt hat, konnte man seine Kindheit nicht unbedingt als schön bezeichnen.
Er erzählte, wie dankbar er war und sich gefreut hat, wenn er irgendwo noch einen angefaulten Apfel in der Wiese entdeckte oder eine winzigkleine Kartoffel, die beim Ernten von den Bauern übersehen worden war.
Niemand wünscht sich diese Zeit zurück. Und ich selbst bin froh, dass ich solche kargen Jahre nie erleben musste.
Aber können wir Tiere und Lebensmittel nicht viel mehr achten und dankbar sein, dass wir genügend zu essen haben?

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Ein Kommentar zu “Fehlende Achtung

  1. Genauso denke ich auch. Ich bin Lehrerin und in der Pause kaufen die Kids tütenweise Brötchen und ähnliches Backwerk beim Bäcker, der dafür extra ankommt. Und dann bewerfen sie sich auf dem Schulhof mit Brötchenstückchen, die hinterher rumliegen. Wenn ich denen erzähle, dass mir das das Herz bricht, bin ich die alberne Spaßbremse. Erst recht, wenn ich erwähne, dass andere Menschen hungern. Das will niemand hören.

    Ich denke auch, dass unsere Lebensmittel zu wenig kosten.

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