Curry-Gerstensalat

Curry-Gerstensalat
Heiligabend – viele Leute gehen heute in die Kirche, vor allem aber die, die sonst das ganze Jahr nicht in die Kirche gehen. Ich war da schon immer etwas anders – gerade an Heiligabend meide ich die Kirche, weil sie so voll ist.

Stattdessen hat es bei mir hat es Tradition, dass ich am 24.12. vormittags dem Katzenhaus des Tierheims in Darmstadt einen Besuch abstatte. Eigentlich findet dort zeitgleich immer das Weihnachtsgassi statt, d. h. das große Hunde-Ausführen ist angesagt.
In das Katzenhaus verirren sich nur vereinzelte Hundeausführer, die entweder keinen Hund mehr abbekommen haben, weil das Interesse zu groß war oder halt die Gelegenheit nutzen, wenigstens mal zu gucken, welche Samtpfoten auf neue Besitzer warten.

Zwar wird morgens noch geputzt, aber auch die Tierpfleger haben nur 2 Hände und können nicht überall gleichzeitig saubermachen, deshalb ist genügend Gelegenheit, die Katzen zu streicheln und mit ein paar Leckerlis zu verwöhnen.
Mir bedeutet dieser Heiligabend-Vormittag sehr viel und ich glaube, bisher musste ich ihn in all den Jahren nur ein einziges Mal wegen extremen Schneefalls ausfallen lassen.
Weihnachten ist das „Fest der Liebe“ und für mich galt immer schon, dass sich die Liebe nicht nur auf Menschen, sondern ganz besonders auch auf Tiere erstreckt.
Während ich versuche, den Katzen im Tierheim ein kleines bißchen Liebe zukommen zu lassen, werde ich selbst innerlich ruhig und es ist ein Stück Glücksgefühl im Herzen, das ich aus Kindertagen von Weihnachten her kenne.

Angeblich gibt es an Heiligabend in vielen deutschen Haushalten ein Standardgericht zu essen: Kartoffelsalat und Wiener Würstchen. Diese Tradition gibt es in unserer Familie nicht, aber als ich überlegte, was ich heute kochen könnte, fiel es mir ein. Natürlich hätte ich auch veganen Kartoffelsalat mit veganen Wiener Würstchen machen können. Aber warum so langweilig?
Statt Kartoffelsalat wollte ich mal einen Gerstensalat ausprobieren. Gerste ist merkwürdigerweise in Deutschland in Lebensmittelläden nicht zu finden. Zumindest nicht in der vollwertigen Form, sondern nur als Gerstengraupen. Warum eigentlich?
Vor einiger Zeit hatte ich mir aber Bio-Gewürze über’s Internet bestellt und in dem Shop wurde auch Gerste angeboten, da habe ich mir ein Päckchen mitschicken lassen.
Und in einem englischsprachigen Blog hatte ich ein Rezept für einen Gerstensalat gefunden, das ganz lecker klang. Dazu habe ich mir einen Mandel-Nuss-Tofu in der Pfanne gebraten. Und als Nachtisch gab es Zimt-Couscous, das Rezept folgt auch noch.

Curry-Gerstensalat

Zutaten für 2 Portionen:

130 g Gerste (geschält)
4 Frühlingszwiebeln, geputzt und in feine Ringe geschnitten
1/2 rote Paprikaschote, klein gewürfelt
2 EL Rosinen
4 Soft-Aprikosen, getrocknet, ohne Kern
180 g Kichererbsen, gekocht
4 EL Zitronensaft
4 EL Walnussöl
3 TL Curry
1/3 TL Piment
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Die Gerste mit reichlich Wasser im Schnellkochtopf 30 Minuten kochen, dann den Topf von der Herdplatte ziehen und so lange stehen lassen, bis der Druck von allein abgebaut ist. In dieser Zeit kann die Gerste noch ein wenig nachquellen.

Gerste dann in ein Sieb geben, kurz unter fließendem kalten Wasser durchspülen und abtropfen lassen.

Die Soft-Aprikosen in feine Streifen schneiden. Zusammen mit den Frühlingszwiebeln, Paprikawürfeln, Rosinen und Kichererbsen in eine Schüssel geben und vermischen. Gerste unterheben.

Für das Dressing Zitronensaft, Walnussöl, Currypulver, Piment und etwas Salz und Pfeffer vermischen. Dressing über den Gerstensalat geben und vermischen.

Falls Sie keine Gerste bekommen, können Sie das Rezept auch mal mit Graupen ausprobieren, das sollte eigentlich auch klappen. Allerdings müssen Sie die kürzere Kochzeit beachten (evtl. die Graupen im normalen Topf statt Schnellkochtopf kochen).

Und jetzt wünsche ich Ihnen einen wunderschönen Heiligabend, egal ob mit oder ohne Kirche, aber mit viel Liebe im Herzen. 🙂

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Ein Kommentar zu “Curry-Gerstensalat

  1. Danke für das leckere Rezept. Kichererbsen, Walnussöl und Paprika hatte ich nicht, ich habe stattdessen Olivenöl und feingeschnittene Staudensellerie genommen, das passte auch sehr gut.

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