Ertappt? – die 20 größten Konsumsünden

Auch wenn es nur in einem Punkt auf der Liste um Fleisch geht, finde ich die gesamte Auflistung so interessant, dass ich hier den Link weiterverbreiten möchte:
http://www.kritisches-netzwerk.de/forum/hauptsache-konsum-die-20-groessten-konsumsuenden
Es ist keine reine Liste, sondern es ist dabei auch erklärt, warum es sich um „Sünden“ handelt.

Ich bin zufällig auf die Seite geraten und habe fasziniert gelesen. Es ist schon einige Jahre her, da ich mich mit dem Thema „Einfach leben“ ganz besonders auseinander gesetzt habe.
Damals schon habe ich mein Konsumverhalten hinterfragt, einiges geändert (dieses mehr oder weniger bis heute beibehalten), bin aber auch an Grenzen gestoßen, ähnlich wie es mit dem Vegan-Sein ist.
Sich anders zu verhalten als die Masse, ist nicht immer einfach, in mancher Hinsicht sogar unmöglich, da man als Mitglied der Gesellschaft bestimmte Regeln zu befolgen hat.

Die Liste im oben genannten Link ist mir ein willkommener Anlass, mal wieder zu überprüfen, wie es denn um mich steht.

20. Plastikspielzeug – aus dem Kindesalter bin ich lange heraus, kein Thema für mich
19. Kreuzfahrten – habe noch nie eine mitgemacht und werde es wohl auch nicht, hat mich noch nie wirklich gereizt
18. Schmuck – ja, ich besitze Schmuck, diesen allerdings schon sehr lange. Gekauft habe ich schon seit Ewigkeiten keinen mehr. Ringe ziehe ich nicht gerne an, sie behindern mich bei allem, was ich mit den Händen mache.
Ohrstecker trage ich fast immer nur dieselben. Einzig und allein zwei Ketten gibt es, die ich von Zeit zu Zeit trage, wenn ein Oberteil um den Hals herum zu „nackig“ aussieht. Aber auch nur, wenn ich unterwegs bin, daheim fühle ich mich ohne Schmuck am wohlsten.
17. Dekoartikel – ok, ertappt, aber nur ganz wenig. Manchmal gibt es wirklich hübsche Sachen, die man nicht unbedingt bräuchte, die einem aber doch irgendwie das Herz aufgehen lassen. Da ich aber eher ein „Ausmister“ bin, überlege ich immer dreimal, ob ich was kaufe. Und ob ich dafür ein anderes Teil aussortieren kann und dem Tierheim für den Flohmarkt überlasse.
16. Feuerwerk – siehe hierzu mein Blogbeitrag vom 27.12.2012, damit ist wohl meine Einstellung zu Feuerwerkskörpern klar
15. Wassersport – kein Thema für mich. Schwimmen ist der einzige Wassersport, den ich überhaupt jemals gemacht habe
14. Haustierbedarf – ok, ertappt. Ich kann mir ein Leben ohne Katze nicht mehr vorstellen und natürlich brauche ich für sie Futter, Streu, Katzenklos, einen Kratzbaum. Trotzdem denke ich, dass ich es nicht übertreibe. Ich orientiere mich nicht an der Werbung. Meine Katze ist weder dickgefüttert noch kaufe ich ständig irgendwelches Spielzeug oder ähnliches.
13. Wintersport – kein Thema für mich. Ich war schon als Kleinkind ein Winterhasser. Ein Spaziergang durch den Schnee in meiner näheren Umgebung ist das Höchste der Gefühle für mich, ansonsten meide ich den Aufenthalt in Schnee und Eis und ziehe mich lieber mit einem Buch auf die Couch zurück.
12. Schnittblumen – auch eher kein Thema für mich. Es ist schon mal vorgekommen, dass ich mir einen Schnittblumenstrauß gekauft habe, ist aber schon ein paar Jahre her. Da ich einen eigenen Garten habe, freue ich mich lieber an den Blumen, Stauden und Sträuchern im Garten. Allerdings habe ich vorletztes Jahr meiner Mutter einen Strauß zum Geburtstag geschenkt.
11. Kosmetik – schade, dass hier nicht dabei steht, ob nur dekorative Kosmetik gemeint ist, oder auch Hautcremes. Dekorative Kosmetik verwende ich schon seit Jahr(zehnt)en nicht mehr. Mein Gegenüber muss mich so „nackt“ ertragen wie ich bin. Hautcremes brauche ich allerdings, ich habe eine trockene Haut, achte hier aber schon ewig auf tierversuchsfreie Produkte.
10. Mode – eher kein Thema für mich. Natürlich kann man sich der Mode nicht ganz entziehen. Wenn ich heute eine neue Jacke brauche, dann bekomme ich kein altmodisches Teil, selbst wenn ich es möchte (was mich schon manchmal wahnsinnig gemacht hat, weil ich bestimmte Farben nicht mag und wenn diese gerade „in“ sind, finde ich absolut nichts. Oder bestimmte Hosenschnitte…)
Allerdings kommt es schon vor, dass ich irgendwann ein Kleidungsstück absolut nicht mehr sehen kann, obwohl es vom Material her noch tragbar wäre. Ich glaube, ganz kann man sich diesem Thema nicht entziehen (oder man wird irgendwann total schief angeguckt, weil man „unmöglich“ gekleidet ist). Insgesamt bin ich aber mehr der Jeans und T-Shirt-Typ und trage zum Teil noch Sachen, die schon mehr als 10 Jahre alt sind. Gute Qualität und zeitloses Design machen es hier möglich.
9. Flugreisen – in meinem Leben habe ich gerade mal 4 Flugreisen mitgemacht (eine als Kind, eine kurz nach dem Abi, eine Urlaubsreise nach Ägypten vor mehr als 20 Jahren und eine dienstliche nach USA). Ein Vielflieger bin ich damit wohl nicht.
8. Alkohol – ich bin kein Abstinenzler, trinke aber eher selten Alkohol. Meine Verbrauchsmenge pro Jahr (!) würde ich vielleicht so auf 2 Liter (kein reiner Alkohol, sondern Flüssigkeitsmenge) schätzen, wenn überhaupt. Am ehesten verbrauche ich Alkohol (meist Wein) noch beim Kochen.
7. Smartphone – ich besitze keines. Gegen den Besitz eines Handys habe ich mich jahrelang gewehrt, seit 2 Jahren habe ich jetzt doch eines (ein einfaches Modell), für Notfälle bzw. Onlinebanking.
6. Fleisch – bin seit mehr als 20 Jahren Vegetarierin
5. Fernsehen – meinen letzten Fernseher habe ich vor 7 oder 8 Jahren abgeschafft. Ich habe ihn nie wirklich vermisst, eher frage ich mich, wo die anderen Leute immer die Zeit hernehmen, um fernzusehen.
4. Süßigkeiten – ertappt. Ich bemühe mich nicht um eine Ausrede. Ich brauche zwar keine Tafel Schokolade am Tag, kann auch im Sommer auf Eis verzichten, aber ich esse schon gerne mal was Süßes. Einen Versuch, eine Zeitlang zuckerfrei zu leben, habe ich hinter mir, aber es war hart und selbst nach 8 oder 9 Wochen Zuckerfreiheit konnte ich nicht behaupten, dass das Verlangen weggewesen wäre. Da half auch kein Obst. 😳
3. Auto – ertappt. Ich bin kein begeisterter Autofahrer, der just for fun durch die Gegend fährt und ich hege und pflege mein Auto auch nicht sonderlich. Aber es ist für mich ein Mittel um von A nach B zu kommen, und zwar auch mit viel Gepäck, das ich oft dabei habe (mein Laptop plus Verpflegung für die Arbeit, meine Wechselklamotten und die Digitalkamera zusätzlich, wenn ich nach der Arbeit noch ins Tierheim fahre).
Ich versuche, Fahrten miteinander zu verbinden, kaufe also auf dem Weg ein. Wenn es um Strecken bis zu 1,5 km geht und kein Gepäck im Spiel ist, dann laufe ich lieber. Aber ein Verzicht auf’s Auto würde mir schwer fallen bzw. bestimmte Aktivitäten (wie z. B. die Tierheimbesuche nach der Arbeit) würden dann wegfallen müssen.
2. Kaffee – kein Thema für mich. Ich vertrage Bohnenkaffee nicht (mehr), eine Kaffeemaschine besitze ich nicht. Ich bin eigentlich schon immer eher ein Teetrinker gewesen. Natürlich könnte man aber auch Tee als Konsumsünde sehen…
1. Elektrogeräte – ertappt. Naja, da gibt’s wohl auch kaum jemanden in Deutschland, der nicht mindestens ein Elektrogerät besitzt. Allein der Verzicht auf den PC würde mir schon schwerfallen. Denn da ich keinen Fernseher besitze (Radio höre ich so gut wie nie, aber auch das ist ja ein Elektrogerät), ziehe ich mir viele Informationen aus dem Internet.
Herd, Waschmaschine, Wasserkocher, Fön, Mixer. Lauter Dinge, die mehr oder weniger regelmäßig in Gebrauch sind und ohne die ich kaum auskommen kann.
Wirklich Überflüssiges habe ich aber kaum. Einen elektrischen Dosenöffner oder eine elektrische Pfeffermühle wird man bei mir vergeblich suchen. Was ich so gut wie nie benutze ist ein Entsafter, aber den habe ich mir auch nicht selbst gekauft, sondern geschenkt bekommen.

Was ich in der Zusammenstellung etwas vermisse, sind z. B. Plastiktüten oder überhaupt Plastikkram. Keine Ahnung, warum man sich nur auf Plastikspielzeug konzentriert hat. Denn gerade Plastik ist ein Thema, was mich gedanklich immer noch sehr beschäftigt. Ich versuche es zu reduzieren, wo immer es geht, aber es ist oft schwierig. Zu diesem Thema werde ich sicherlich in nächster Zeit noch was schreiben.

So, jetzt wissen Sie, welches meine Konsumsünden sind. Und welche sind Ihre?

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Ein Kommentar zu “Ertappt? – die 20 größten Konsumsünden

  1. Plastikspielzeug ist ein Thema bei mir, denn mein viertes Enkelkind ist unterwegs. Was sich in dieser Branche tut ist unglaublich. Aber GsD gibt es noch gut sortierte Spielzeugläden, die sich mitunter auf Holz spezialisiert haben. Aber Kunststoff ist ja nicht nur in diesem Fall eine Katastrophe. Ich denke da an den schwimmenden und todbringenden Kunstoffkontinent in den Ozeanen.
    Feuerwerk gab es bei uns nie. Schon als die Kinder klein waren durften sie zu Silvester zwar eine Wunderkerze zünden, sie wussten aber auch, dass wir jedes Jahr Geld an caritative Einrichtungen spendeten (Brot statt Böller).
    Meine Sünden aus der Liste:
    Fliegen. Anders kann ich meinen Bruder, oder er mich, nicht besuchen. Alle zwei Jahre wechseln wir uns ab.
    Alkohol: Ich trinke im Sommer an heißen Tagen abends gerne ein Bier.
    Haustier(e): Hatten wir immer, aber immer artgerecht gehalten und nie aus Wildfängen (Fische). Meinen Kater hat knapp 19 Jahre gelebt, danach wollte ich nie wieder ein Tier. Aber dann schlich sich unser Hund in unser Leben.
    Süßigkeiten: Seit ich vegan lebe nur noch sehr selten, da gutschmeckende Schokolade sehr teuer ist. Dafür esse ich dann nur ein Stück (statt einer halben Tafel wie früher) und genieße es mit ganzen Sinnen.
    Smartphone: Habe ich geschenkt bekommen und möchte ich nicht mehr missen.
    Kaffee: Drei Tassen am Tag
    Elektrogeräte: Ohne Kühlschrank und Waschmaschine ging es früher auch – aber ich kann mir das nicht vorstellen. Mein PC! Für einige Menschen der einzige Draht in die Welt da draußen. Radio darf bei mir nicht fehlen.
    Alles andere ist kein Thema für mich. Zwar haben wir ein kleines Auto, aber ich musste es gestern das erste Mal nach ca.5Jahren benutzen. Mein Mann braucht es täglich, da er gehbehindert ist. Ich selbst fahre Rad und erreiche sogar meinen Arbeitsplatz in knapp 10 Minuten mit meinem Drahtesel.
    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende!
    Liebe Grüße von Elvira

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