das dreckige Dutzend

Immer wieder begegnet mir im Zusammenhang mit Obst und Gemüse der Ausdruck „das dreckige Dutzend“. Gemeint sind damit Obst- und Gemüsesorten, die so pestizidbelastet sind, dass man zumindest bei konventionellem Anbau von ihrem Verzehr abraten muss.
Zwar kaufe ich inzwischen immer häufiger Bioware, aber nicht immer. Grund ist teilweise der Preis – wenn eine Bio-Avocado das Doppelte kostet, überlegt man es sich halt schon.
Aber viel öfter ist der Grund, dass ich nicht extra einen Bioladen ansteuern will, wenn ich auf dem Nachhauseweg sowieso an einem Discounter vorbeikomme. Dort aber bekommt man nicht alles in Bio (wobei ja eh immer fraglich ist, ob wirklich überall Bio drin ist, wo es drauf steht), noch dazu ist die Bio-Ware dort in der Regel in Plastik verpackt, was mir immer ein Dorn im Auge ist.

Trotzdem: Gute Lebensmittel haben halt ihren Preis und eigentlich ist es mir schon wichtig, dass das was ich esse, eine gute Qualität hat. In einen Automotor kippt man ja auch kein Altöl. Und irgendwie ist unser Körper ja doch wie eine Maschine, oder? Er soll funktionieren und wir jammern, wenn uns die Gelenke weh tun.

Von ein paar Obststorten weiß ich, dass sie stark belastet sind, z. B. Weintrauben und Birnen. Aber der Rest war mir nicht ganz geläufig und so habe ich im Internet gesucht.

Merkwürdigerweise findet man aber verschiedene Angaben über das sogenannte dreckige Dutzend. Was vielleicht daran liegt, dass die Listen ihren Ursprung in den USA genauso wie in Europa haben können. Das jedoch ist bei den Auflistungen nicht unbedingt ersichtlich.

Wenn man sicher gehen will, stuft man also alle angegebenen Lebensmittel als potentiell belastet ein und erhält dann natürlich mehr als 12:

Paprika
Grünkohl
Kopfsalat
Gurken
Spinat
Sellerie
Kartoffeln
Weinblätter
Trauben
Kirschen
Birnen
Erdbeeren
Äpfel
Pfirsiche
Nektarinen
Blaubeeren

Zu den „Sauberen 15“ zählen Zwiebeln, Zuckermais, Ananas, Avocados, Weißkraut, Erbsen, Spargel, Mangos, Auberginen, Kiwis, Butter- und Wassermelonen, Süßkartoffeln, Grapefruits und Pilze.

Wenn man es ganz genau wissen will, müsste man sich aber vor jedem Kauf auch immer ganz genau ansehen, aus welchem Land die Ware stammt, denn da gibt es gewaltige Unterschiede.
Aber wenn ich ehrlich bin, das wird mir dann zuviel beim Einkaufen. Ich versuche insgesamt einigermaßen saisonal zu kochen, so dass die Zutaten nicht um den halben Erdball geflogen werden müssen.
Aber vor allem im Winter würde der Speiseplan ohne Importware doch sehr mager aussehen. Und wie Sie vielleicht schon gemerkt haben, koche ich zum Beispiel gerne mit Paprika.

Ich für mich persönlich werde mir jetzt aber obige Liste von 16 Lebensmitteln in meine Handtasche stecken, so dass ich zur Not schnell mal spicken kann, falls ich mir unsicher bin.
Aber da ich mit Weinblättern noch nie was gemacht habe, ich Sellerie nicht mag und Grünkohl sowieso bisher nur im Bioladen entdeckt habe (wenn man von TK absieht), sind es eigentlich nur noch 13, die ich mir merken muss.

Hier sind 2 Links, wer also noch ein bißchen mehr darüber lesen will:
http://www.utopia.de/galerie/das-dreckige-dutzend-pestizide-obst-gemuese-bio
http://foodandlifedecomplicated.com/12-lebensmittel-die-man-aus-biologischem-anbau-kaufen-sollte/

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3 Kommentare zu “das dreckige Dutzend

  1. Ich kannte diesen Ausdruck bis heute noch nicht. Und ich war etwas erschreckt über die Liste – Sellerie gibt es zwar nur selten (eher im Suppengrün), aber Stangensellerie mag ich sehr gerne. Trauben kaufen wir nur noch sehr, sehr selten und Kopfsalat überhaupt nicht mehr. Im letzten Jahr hatte ich das große Vergnügen – ja, als solches kann ich es bezeichnen – einen von einer Freundin ganz frisch im eigenen Garten geernteten Kopfsalat zu essen.Ich wusste nicht mehr, wie gut der schmecken kann. Nun haben wir das große Glück, das 2x in der Woche bei uns Markt ist. Mittlerweile gibt es auch Obst und Gemüse aus der Region. Es hat aber sehr lange gedauert, bis die Händler aus dem Umland ihre Ware in Berlin angeboten haben.

  2. das bio-lädle meines vertrauens bietet eigentlich täglich ware zum halben preis feil. obst und gemüse, das hie und da ein wenig angeschlagen ist, molkereiprodukte (auch vegane!), die kurz vor dem verfallsdatum sind oder an dem tag noch ablaufen… da findet sich immer das eine oder andere schnäppchen! vielleicht findest du das ja auch in einem laden bei dir in der nähe?!

  3. Pingback: 6 smarte Tricks und Tipps, mit denen du beim Einkaufen Nerven, Zeit und Geld sparst! | The vegan Foodnerd

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