Was ich gerade lese…

WildtiereDiesmal möchte ich über ein Buch berichten, das nichts mit vegan oder Tierhaltung im engeren Sinne zu tun hat. Aber doch was mit dem Zusammenleben von Mensch und Tier.
Ich bin ja ein regelmäßiger Besucher der Darmstädter Stadtbibliothek und habe dort vor kurzem das Buch „Wildtiere – Hausfreunde und Störenfriede“ mitgenommen.

Das Buch hat mich gleich von Anfang an in den Bann gezogen. Die Autoren haben sich unheimlich viel Mühe gegeben, die Informationen zusammenzutragen und verständlich rüberzubringen.
Viele viele schöne Fotos und Zeichnungen ergänzen die Texte. Allein die Aufmachung erweckt also schon einen positiven Eindruck.

Die Intension, die hinter diesem Buch steht, ist nicht nur, den Lesern die Augen zu öffnen, welche Tiere in unserer unmittelbaren Nähe leben – es geht hier in erster Linie um die Tiere, die nicht mehr nur in freier Natur anzutreffen sind, sondern vor allem in Städten bzw. bebauten Gebieten. Das Buch will vor allem auch aufzeigen, wie man ihnen helfen kann.

Im Buch werden die verschiedenen Lebensräume betrachtet. Jedes Kapitel beschreibt einen Gebäudeteil und zeigt, welche Tierarten hier leben können:
1. Tiere auf dem Dach und unter Dachvorsprüngen (z. B. Alpen- und Mauersegler, Mehlschwalben, Wespen)
2. Tiere auf dem Dachboden (z. B. Fledermäuse, Eulen, Steinmarder)
3. Tiere an Fassaden (z. B. Turm- und Wanderfalken, Hausrotschwänze)
4. Tiere an Fenster und Balkonen (z. B. Hausspatzen, Zebra-Springspinnen)
5. Tiere in offenen Innenräumen und unter weit ausladenden Gebäudeelementen (z. B. Rauchschwalben, Kreuzspinnen)
6. Tiere im Keller (z. B. Kellerasseln, Erdkröten)
7. Rund ums Haus (z. B. Igel, Eidechsen und Blindschleichen, Füchse)
Ein weiteres Kapitel beschäftigt sich mit Wildtierschutz in Haus und Garten, wie man Tierfallen entschärfen kann, wie tierfreundliche Haussanierung aussehen kann usw.

(Foto wurde wegen Copyright unscharf gemacht)

(Foto wurde wegen Copyright unscharf gemacht)

Nicht alle Tierarten haben wir gerne in unserer Nähe, z. B. Ratten.
Und so gibt es zum einen Tipps, wie man „gewünschten“ Tierarten Lebensraum zur Verfügung stellen kann, als auch, wie man verhindern kann, dass „ungewollte Bewohner“ einziehen.

Viel Interessantes über die Tiere, die so nah bei uns leben, ist in dem Buch zu lesen.
Ich weiß jetzt, dass die Vögel, die ich zeitweise von meinem Bürofenster aus beobachten kann, keine Schwalben, sondern Mauersegler sind und dass Mauersegler sogar im Fliegen schlafen.
Und Spatzen sind ganz schön schlau. Es gibt welche, die warten auf einfahrende Züge und picken dann die an der Lok klebenden Insekten ab. Anscheinend wissen die Spatzen sogar, wann Regionalzüge eintreffen und warten gezielt auf deren Einfahrt.
Das Insektenangebot bei den langsamer fahrenden Regionalzügen scheint höher zu sein als bei den Schnellzügen.

(Foto wurde wegen Copyright unscharf gemacht)

(Foto wurde wegen Copyright unscharf gemacht)


Fazit: Ein wunderschönes und informatives Buch, das auch toll als Geschenk geeignet ist für Natur- und Tierliebhaber, vor allem aber für Leute, die bereit sind, in ihrem Garten oder am Haus Unterschlupfmöglichkeiten zu bieten. Mit fast 30 Euro ist es nicht ganz billig, aber sein Geld auf alle Fälle wert.
Ich habe jedenfalls einiges daraus gelernt und sehe meine nähere Umgebung jetzt mit ganz anderen Augen an.

In diesem Zusammenhang möchte ich auf folgende Website aufmerksam machen: www.bauen-tiere.ch
Auf diesen Link bin ich durch das Buch aufmerksam geworden. Auf dieser Homepage können ebenfalls viele Informationen abgerufen werden. Am einfachsten geht man dabei über den Punkt „Einstieg“, der erklärt die Navigation auf der Website, oder man geht über die Sitemap.

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3 Kommentare zu “Was ich gerade lese…

  1. Ich habe es eben beim Buchhändler meines Vertrauens bestellt. Wie einfach wäre es, wenn alle Menschen sich die „Plagegeister“ genauer besehen würden, wenn sie sich fragen würden, warum sie zu Plagegeistern geworden sind und wie wir auf natürliche Art regulierend eingreifen könnten. Ich habe gestern von einer Bekannten gehört, dass ihr Mann (Jäger) unterwegs zu etwas entfernten Nachbarn ist, um sich dort auf die Lauer zu legen. Ein oder zwei Waschbären treiben dort ihr Unwesen (auf dem Land!!). Päng, und das „Problem“ ist beseitigt. Ich bin dann immer sprachlos und sehr traurig.
    Liebe Grüße von Elvira

    • Ach, ich verstehe es auch nicht, warum immer alles umgebracht werden muss, was den Menschen gerade nicht in den Kram passt. 😦
      Die größten Schäden auf der Welt werden durch Menschen verursacht, nicht durch ein paar Tiere.

      Ich hoffe aber, dass Dir das Buch genauso gefällt wie mir. Ideal ist es für Leute, die Baupläne hegen, die können von vornherein gleich ein paar Hilfestellungen für die Tierwelt mit einplanen.

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