Getagged

Seufz. Ich wurde getagged: http://bhaktiyogini83.blogspot.de/2013/06/getagged.html. Wochenlang hatte ich den Hinweis auf meinem Blog stehen, dass ich da nicht mitmachen möchte. Dann dachte ich, dieser Hype ist vorüber und habe den Hinweis rausgenommen und schon erwischt es mich.

Solche Spielchen sind ja so überhaupt nicht mein Ding. Andererseits verstehe ich, dass einige Leser vielleicht neugierig sind und ein bißchen mehr über mich wissen wollen. Und so liefere ich wenigstens die Antworten zu den Fragen. Aber bitte seid nicht böse, wenn ich die Kette hier unterbreche – da ja aber sowieso immer 10 Leute getaggt werden, sind es immer noch 9, die vielleicht weitermachen.

1. Seit wann lebst du vegetarisch / vegan / rohköstlich (nennt man das so?) und warum?

Vegetarisch seit ca. 1988, im Herbst 2011 habe ich den Entschluß gefasst, vegan zu leben. Dann wurde nur noch die unveganen Vorräte verbraucht. Endgültig vegan bin ich seit März 2012.
Der Grund? Da sind wohl mehrere Faktoren zusammengekommen. Aus gesundheitlicher Sicht meine rheumatischen Gelenkschmerzen und die Veranlagung zu hohem Cholesterinspiegel. Aus ethischer Sicht das Unverständnis gegenüber der Nutztierhaltung, wie sie betrieben wird und meine Tierliebe. Und wenn man sich erst einmal näher mit dem Thema auseinandersetzt, findet man 1000 Gründe und keinen einzigen mehr, der dagegen spricht.

2. Gibt es ein Gericht / ein Lebensmittel, dass du mit deiner neuen Ernährung entdeckt hast und das du nicht mehr missen möchtest?

Schwierig zu sagen, ich habe so viel Neues entdeckt und entdecke immer noch. Vor allem schätze ich das Abwechslungsreiche in der veganen Ernährung.
Besonders toll finde ich, was sich mit einzelnen Lebensmitteln anstellen lässt, das wusste ich vorher gar nicht. Also zum Beispiel Schokomousse auf Avocado-Basis oder Saucen auf Basis von Cashewkernen.

3. Wie hat dein Umfeld auf deine Umstellung reagiert?

Unterschiedlich. Meine beste Freundin genauso wie mein Bruder und Schwägerin haben es eigentlich ohne weiteres akzeptiert. Meine Mutter hat immer noch Bedenken wegen möglicher Mangelerscheinungen und weist öfter mal darauf hin, dass z. B. Margarine im Kuchen nicht so gut schmeckt wie Butter, hat es aber inzwischen auch weitgehend akzeptiert.
Meine Kollegen wissen nur, dass ich vegetarisch lebe und das schon ewig.

4. Was ist dein Lieblings-Buch / -Kochbuch?

Schwere Frage. Beim Ox-Kochbuch 5 schätze ich es, dass die Rezepte so alltagstauglich sind. Aber in der Regel suche ich mir meine Rezepte aus allen möglichen Quellen zusammen.
Wenn es nicht rein um Kochbücher geht: „Alle Katzen“ von Hans Silvester blättere ich gerne durch, wenn ich viel Zeit habe und meine Seele mal ein bißchen baumeln lassen möchte.
Ein spezielles Lieblingsbuch habe ich aber eigentlich nicht.

5. Welche Dokumentation (Thema Ernährung) würdest du empfehlen?

http://www.provegan.info

Die Broschüre von dort habe ich heruntergeladen und den Leuten in meinem unmittelbaren Umfeld zum Lesen gegeben. Erstens verstehen sie dann besser, was einen bewogen hat, vegan zu werden und zum zweiten haben sie auch ihre eigene Ernährung überdacht. Auch wenn sie (noch) nicht vegan sind, so essen sie doch weniger tierische Produkte und achten auf die Herkunft. Das ist ja auch schon was.

6. Was ist deine Lieblingsmusik?

Die „Musik“ der Natur, also Vogelstimmen, das Rauschen der Blätter im Wind, das Zirpen der Grillen, das Schnurren meiner Katze…
Im Ernst, ich habe zwar ein Radio, es aber schon ewig nicht mehr eingeschaltet, ebensowenig wie meinen CD-Player. Mein Kollege auf der Arbeit hat ständig das Radio laufen. Wenn ich von der Arbeit heimkomme, will ich eigentlich nur noch Ruhe haben. „Meiner“ Amsel höre ich aber immer gerne zu.

7. Frühaufsteher oder Nachteule?

Definitiv Frühaufsteher, selbst im Urlaub. Es macht mir nichts aus um 5 Uhr aufzustehen, ich benutze schon seit Jahren keinen Wecker mehr. Dafür ist ab 21 Uhr abends mit mir nichts mehr los.

8. Besitzt du ein Auto? Wenn ja, welches?

Ja, einen Mazda 2
Ohne Auto ist es im ländlichen Gebiet schwierig, meine ehrenamtliche Arbeit im Tierheim müsste ich dann komplett aufgeben. Zumindest solange ich „nebenbei“ auch noch arbeiten gehe.

9. Was machst du am liebsten in deiner Freizeit?
Hängt ein bißchen vom Wetter ab. Bei schönem Wetter zieht mich alles nach draußen, dann arbeite ich gern im Garten, mache einen Spaziergang oder genieße einfach nur die Sonne und die frische Luft auf meiner Bank.
Bei schlechtem Wetter bzw. im Winter: Lesen, Backen (mittlerweile auch Kochen 😉 ) und Katzen streicheln. 🙂
Abends löse ich ganz gern mal Killer-Sudokus, um meinen Grips zu fordern.

Und nicht zu vergessen, meine ehrenamtliche Tätigkeit im Tierheim. Zusammen mit anderen ehrenamtlichen Helfern versuche ich, den Katzen dort den Aufenthalt etwas angenehmer zu gestalten. Und fotografiere sie und gestalte die Webtexte für die Katzenvermittlungsseite des Tierheims.

10. Natur- oder Stadtmensch?

Das ist leicht zu beantworten: Definitiv Naturmensch. In der Stadt würde ich auf Dauer eingehen wie eine Primel ohne Wasser. Obwohl die Stadt natürlich auch ein paar Vorteile hat, z. B. das öffentliche Verkehrsnetz oder mehr Auswahl beim Einkaufen.

11. Sammelst du etwas? Wenn ja, was?

Nicht so richtig, ich gehöre eigentlich eher zur „Ausmist“-Fraktion. Wenn ich besonders schöne Metall-Teedosen finde, kann ich manchmal nicht widerstehen, da habe ich mittlerweile deutlich mehr Dosen als Teesorten. Und in letzter Zeit – fürchte ich – bin ich immer mehr zum Vegan-Kochbuch-Sammler geworden.

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5 Kommentare zu “Getagged

  1. Ich habe auch eine Amsel 🙂 Einen ganz besonderen Herrn. Er hat eine weiße Feder. Den ganzen Winter über besuchte er mit seiner Frau den Futterplatz auf unserem Balkon – immer abwechselnd mit einem Ringeltaubenpärchen.
    Schmunzeln musste ich über den in Klammern gesetzten Hinweis auf das Kochen mögen. Gerade gestern habe ich bei Nicole Just kommentiert und erwähnt, dass ich jetzt, mit fast 60Jahren, erstmals wirklich gerne koche – und fast überwiegend nur frische Zutaten verwende (sogar Kräuter vom Balkon).
    Liebe Grüße von Elvira

    • Ich habe nie gern gekocht, aber immer gerne gebacken. Das Kochen war eher ein „Muss“ und deshalb habe ich früher mittags meistens in der Kantine gegessen. Erst seit rund 4 Jahren probiere ich öfter mal neue Rezepte aus. Wirklich Spaß am Kochen habe ich aber erst, seit ich vegan lebe. Irgendwie schon komisch. 🙂
      Jetzt kann es sein, dass ich von der Arbeit heimkomme und mich sofort in die Küche stürze oder auch als Entspannungsmittel, wenn ich Bereitschaft habe.

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