Smoothies

Smoothie

Ich bin ein komischer Mensch. Wenn etwas „in“ ist, dann folge ich nicht sofort dem Trend, wie es so viele andere machen, sondern bin eher skeptisch bis hin zu ablehnend.
Es liegt wohl daran, dass ich hinter den meisten Trends nur Geldmacherei vermute und ich sowieso einen eher einfachen genügsamen Lebensstil verfolge.

Natürlich steckt nicht hinter allem Geldmacherei, aber dennoch brauche ich anscheinend etwas länger als andere, bis ich tatsächlich den Nutzen für mich sehe.

So habe ich erst mit dem Laufen begonnen, als die große Joggingwelle verebbt war (musste leider inzwischen wieder aufhören, weil meine Knie Probleme machen, sonst würde ich heute noch regelmäßig laufen).
Es gibt andere Modeerscheinungen, denen ich nie gefolgt bin, es aber auch nie bereut habe. So kann ich zum Beispiel dem Walking nichts abgewinnen (ich laufe lieber ohne Stöcke durch die Gegend). Ein Smartphone besitze ich nicht und habe bisher auch kein Bedürfnis danach.
Das Internet allerdings möchte ich nicht mehr missen. Auch da hat es ein Weilchen gedauert, bis ich das Positive daran erkannt habe.
Ich bin halt wohl ein Spätzünder.

Seit ein, zwei Jahren begegnet mir nun immer wieder der Begriff „Smoothie“. Ach, das ist ja auch wieder nur so ne Geldmacherei, dachte ich.
Ich esse lieber, als dass ich trinke und so haben mich diese Dinger nicht weiter interessiert.

In dem Buch „Rohvolution“ sind mir die Smoothies jetzt wieder begegnet und auf einmal sehe ich Sinn darin.
Ja, es stimmt, ich esse lieber als ich trinke. Und ich esse gern und regelmäßig Obst und frisches Gemüse, auch roh. Aber vielleicht ja doch nicht ganz in der Menge, die gut wäre. Zumindest was rohes (grünes) Gemüse bzw. Blattzeug betrifft.
Die Idee, Grünzeug von Karotten, Kohlrabi genauso wie Wirsing, Grünkohl oder auch Brennesseln, Frauenmantelblätter zusammen mit Früchten und Wasser zu mixen hat mich jetzt auf einmal fasziniert.
Es stimmt, so lassen sich Vitamine und Mineralstoffe geballt leichter dem Körper zuführen als wenn man sie in der festen Form kauen soll.

Was nicht heißt, dass man nur noch Gemixtes zu sich nimmt. Aber halt diese Pflanzen(teile), die man sonst gar nicht unbedingt essen würde, obwohl sie gesund sind.
Leicht kann man in so einem Smoothie auch mal Grünzeug verstecken, das man eigentlich nicht so gerne isst. Was ich persönlich dabei allerdings wichtig finde, ist, dass die Zutaten Bioqualität haben. Sonst heben die Pestizide das Gesunde wieder auf.

Also ich habe es jetzt mal ausprobiert und habe einen kleinen Teil rohen Spitzkohl zusammen mit Borretschblättern (das Gewitter hatte den Borretsch verwüstet und so konnte ich ihn noch verwerten bevor er vertrocknet), einem Apfel, Zitronensaft, Hanfsamen, etwas Agavendicksaft und Wasser im Personal Blender gemixt.
Und schon war mein erster Smoothie entstanden. Und er hat mir geschmeckt!

Also, was soll ich sagen? Smoothies sind was Tolles. Ich werde hier keine Smoothie-Rezepte veröffentlichen, denn ich denke, das ist so simpel. Man nimmt einfach das, was man hat und mixt es. Ein Teil sollte Obst, ein Teil rohes Gemüse bzw. Blattwerk sein.
Mit der Zeit bekommt man heraus, welche Kombinationen einem besser schmecken als andere. Bisher hatte ich noch nichts, was nicht geschmeckt hätte. Nur die Farbe passt nicht immer so. 😉
Ich kreiere jetzt fast täglich was Neues. Und wenn man die Smoothies selbst macht, kostet das nichts extra. Zumindest was den Smoothie selbst bzw. die Lebensmittel dafür betrifft.
Wer mir ein bißchen leid tut, das sind meine Kompostwürmer, denn für die bleibt jetzt etwas weniger übrig.

Was ich nicht mache, sind reine Obst-Smoothies. Denn Obst esse ich auch so genug. Mir persönlich ist es wichtiger, mehr rohes Grünzeug einzuarbeiten. Und so wandern mittlerweile auch Brennesseln, Frauenmantelblätter und Schafgarbe (wächst alles bei mir im Garten) in den Smoothie.
Mit dem Verhältnis Grünzeug zu Obst muss man immer ein wenig herumprobieren, bis es einem schmeckt. Also gerade so viel Obst, dass es das mögliche Bittere im Smoothie aufhebt und das Ganze etwas fruchtig schmecken lässt.
Und es ist sinnvoll, am Anfang nicht ganz so viel Wasser dazuzugeben, verdünnen kann man dann immer noch leicht. Wobei ich einen zu dünn geratenen Smoothie auch schon mit Zugabe von Leinsamen bzw. Haferflocken nachträglich etwas verdickt habe. Das geht also auch.

Ich gebe zu, nicht alles schafft mein Personal Blender wirklich cremig klein. Und so bin ich noch am Überlegen, ob ich mir nicht doch noch einen wirklich guten Mixer zulege.
Aber erstmal probiere ich noch ein bißchen herum. Im Moment sträube ich mich noch etwas dagegen. Gut Ding will Weile haben… Wobei wir wieder am Anfang wären. 🙂
 

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Übrigens: Auch die Seite http://www.deutschlandistvegan.de hat vor 2 Tagen einen Kurzbeitrag zum Thema grüne Smoothies gebracht und dabei folgenden Link veröffentlicht:
http://www.vitalnatura.de/magazin/ernaehrung/gruene-smoothies-kostenloser-ratgeber
Unter diesem Link kann man sich kostenlos ein e-book herunterladen, dafür braucht man keinen e-book-Reader, sondern man kann es ganz normal am PC lesen. Ich finde die Broschüre schön gestaltet. Wenn Sie sich für das Thema grüne Smoothies interessieren, können Sie ja dort mal reinlesen.

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