Pfannengemüse in Erdnuss-Sauce

Pfannengemuese in Erdnusssauce

Kennen Sie die Zeitschrift „Köstlich Vegetarisch“? Ich hatte sie Anfang 2010 zufällig in der Bahnhofsbuchhandlung entdeckt und war so begeistert, dass ich sie sofort abonniert habe.
Mittlerweile hat sich meine Begeisterung etwas gelegt, was hauptsächlich durch meine Umstellung auf vegan bedingt ist, und so habe ich das Abo wieder gekündigt.

Nicht, dass Sie mich falsch verstehen. Die Zeitschrift selbst ist toll aufgemacht, die Rezepte abwechslungsreich, ziemlich gelingsicher und toll fotografiert.
Vermutlich wegen des steigenden Interesses am Veganismus sind die veganen Rezepte im Inhaltsverzeichnis inzwischen deutlich gekennzeichnet.
Insgesamt halte ich sie immer noch für die beste Rezept-Zeitschrift auf dem Markt.
Aber ich habe halt festgestellt, dass die Anzahl der Rezepte, die für mich jetzt in Frage kommt, ziemlich geschrumpft ist. Bei vielen wird vor allem mit dem Einsatz von Käse nicht gegeizt.
Und ich denke, wir wissen alle inzwischen, dass es nichts wirklich Vergleichbares für tierischen Käse im veganen Leben gibt.

Die meisten veganen Käsesorten finde ich einfach nur grauslich. Natürlich kann ich statt Käse auf Hefeschmelz, Cashewsauce oder Nüsse zurückgreifen, aber das Ergebnis ist ein ganz anderes.
Ich finde es mittlerweile besser, nicht zu versuchen, ein Rezept, das viele Eier oder Käse beinhaltet vegan abzuwandeln, sondern lieber ein Rezept zu wählen, das von vornherein vegan ist oder nur Butter, Milch oder Kochsahne getauscht werden müssen.

Was nicht heißt, dass ich nicht ab und zu auch mal ein Rezept mit Zutat Käse oder Eier abwandle, aber halt ohne die Erwartung, dass es dann gleich schmeckt oder die Konsistenz die gleiche ist.

Und es heißt auch nicht, dass ich vegetarische Zeitschriften jetzt meide. Aber ich werde sie nur noch vereinzelt kaufen, wenn ich das Gefühl habe, dass ein Großteil der Rezepte darin für mich in Frage kommt. Denn auch mein Ordner mit ungetesteten zusammengesammelten Rezepten ist inzwischen dick genug und so ist eigentlich Auswahl schon genug vorhanden.

Und wer weiß? Der Anteil der Veganer in der Bevölkerung steigt angeblich stetig an. Vielleicht kommt ja demnächst eine Zeitschrift „Köstlich Vegan“ auf den Markt? Dann werde ich mir ein Abo wieder überlegen.

Aber genug der Vorworte – in der Ausgabe 02/2011 der Zeitschrift „Köstlich Vegetarisch“ gibt es das Rezept „Pfannengemüse in Erdnusssauce auf Jasminreis“, und es ist vegan.
Wenn ich es trotzdem nicht 1:1 nachgekocht habe, liegt das nur daran, dass ich erstens keine frische Chilischote hatte, keine Gemüsereste übrig haben wollte und ich fand, dass ein bißchen frischer Ingwer gut hineinpasst. Hätte vielleicht sogar noch ein wenig mehr sein dürfen.
Außerdem habe ich festgestellt, dass sich das Erdnussmus nicht gut mit der Sojasauce und dem Essig verrühren lässt. Was vielleicht daran lag, dass das Erdnussmus bei mir schon ein wenig fest war, also nicht dickflüssig. Das ist aber absolut kein Problem. Beim Erhitzen wird es flüssig und vermischt sich dann so oder so mit dem Rest.

Pfannengemüse in Erdnuss-SaucePfannengemuese in Erdnusssauce

Zutaten für 2 Personen:

1 gelbe Paprikaschote
200 g Brokkoli
1 Zucchini (ca. 180 g)
60 g Sojasprossen
1 Zwiebel (klein bis mittel)
1 Knoblauchzehe
1 Tomate
1/4 – 1/2 TL Chiliflocken, getrocknet
1 TL Ingwer, frisch, gerieben
125 g Jasminreis
1 EL Sojasauce
1 EL Weißweinessig
2 EL Erdnussmus, smooth
1 EL Öl
100 ml Kokosmilch
Salz
2 EL Erdnüsse, geröstet, gesalzen

Zubereitung:

Paprikaschote waschen, entkernen und in Streifen schneiden. Brokkoli putzen, in Röschen teilen und waschen.
Zucchini putzen, waschen und längs halbieren, dann in dünne Scheiben schneiden.
Sojasprossen waschen und abtropfen lassen.
Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Tomate waschen und grob würfeln.

Jasminreis mit 250 ml Wasser aufkochen. Herdplatte ausschalten und den Reis im geschlossenen Topf ca. 10-12 Minuten ausquellen lassen.

In der Zwischenzeit für die Sauce die Sojasauce mit Essig und 1 EL Wasser verrühren.
Öl in einem großen weiten Topf oder einer großen Pfanne erhitzen und die Zwiebel 1-2 Minuten anbraten. Knoblauch zufügen und mitbraten, bis die Zwiebel glasig ist.
Chilischote und Ingwer unterrühren. Paprika, Brokkoli und Zuccini zugeben und ca. 2 Minuten unter Rühren mitbraten.
Sauce zusammen mit Erdnussmus und Kokosmilch angießen und alles ca. 10 Minuten abgedeckt bei niedriger Hitze köcheln lassen.

Tomaten und Sprossen unter das Gemüse mischen, ca. 1 Minute mitgaren und das Pfannengemüse mit Salz abschmecken.
Reis mit einer Gabel auflockern, nach Belieben etwas salzen und in Schalen verteilen. Das Gemüse darauf anrichten und mit je 1 EL gehackten Erdnüssen bestreut servieren.

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5 Kommentare zu “Pfannengemüse in Erdnuss-Sauce

  1. Ich muss keine Zeitschrift abonnieren, solange Du bloggst! Am Wochenende habe ich den Obstboden nachgebacken (es wird mit Sicherheit nie wieder ein anderer probiert!) und den Kokos-Curry-Reis gekocht. Was den Käse betrifft, habe ich zum Überbacken Gefallen am Wilmersburger Pizzaschmelz gefunden, nachdem ich einige Tipps von deren Homepage berücksichtigt habe. In einem Rezept wurde letztens Albaöl verwendet. Ich wollte eigentlich nicht extra für eine Mahlzeit ein weiteres Öl kaufen, da ich nicht wusste, was das Besondere an diesem Öl sein sollte. Als ich nun den Apfelessig für den Obstboden kaufte, fiel mein Blick auf zwei Flaschen Albaöl. Es wird aus schwedischem Raps gepresst und schmeckt und riecht nach Butter. Der Preis schreckte mich zunächst ab, dann entschied ich mich für eine Flasche. Zwar habe ich das Öl noch nicht ausprobiert (ich habe mal wieder kurzfristig meine Essensplanung über Bord geworfen), aber es riecht wirklich butterig.
    Ich hatte vergessen, dass Du auch den Tortenguss zubereitet hast. So hätte ich mir etwas Schwierigkeiten mit dem AgarAgar ersparen können. Es war zu viel und zu flüssig. Also habe ich kurzerhand etwas Speisestärke untergerührt. Dadurch war der Guss zwar nicht mehr klar, aber das hat dem Genuss keinen Abbruch getan. Heute habe ich mir aber schon mal veganen Tortenguss zugelegt.
    Liebe Grüße von Elvira

      • Ok, habe jetzt mal nachgeforscht. Albaöl ist Rapsöl mit Aroma und ein paar weiteren Zutaten (Emulgator, Farbstoff Beta-Carotin und Zitronensäure als Antioxidans). Erhitzen kann man es also. Ob es seinen Preis aber wert ist?

      • Es kann auch zum Braten benutzt werden. Am besten schaust Du mal ins Netz – es ist ja eine Rapsölzubereitung, also kein reines Öl.

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