Was ich gerade lese…

Vegan genialMittlerweile gibt es ja etliche vegane Kochbücher auf dem Markt, auch in deutscher Sprache – und wenn man ein wenig mitverfolgt, welche Neuerscheinungen dieses Jahr noch geplant sind, so weiß man, dass noch etliche folgen werden.
Vegan genial“ ist auch gerade erst erschienen, hebt sich allerdings aus der Masse ziemlich ab, finde ich.
Während man in den anderen Kochbüchern oft „alte Vertraute“ findet – also entweder veganisierte altbekannte Sachen oder zumindest vegane Rezepte, denen man so oder so ähnlich bereits in anderen Kochbüchern oder im Internet begegnet ist – gibt es in diesem Buch fast nur neue Kreationen.
Man merkt, dass dieses Kochbuch nicht unbedingt für diejenigen geschrieben ist, die einfach nur schnell und vegan sehr satt werden wollen, sondern es hebt schon mehr das Genießerische am veganen Essen hervor.

Hier doch mal ein Klassiker:  Zwiebelkuchen (Foto wurde wegen Copyright unscharf gemacht)

Hier doch mal ein Klassiker: Zwiebelkuchen (Foto wurde wegen Copyright unscharf gemacht)

Nun bin ich da nicht der Fachmann, denn ich gehöre ja eigentlich auch eher zur Fraktion „Hauptsache, schnell, einfach und sättigend“, aber dieses Buch hat mich sofort fasziniert.
Hier vermisst niemand Fleisch, einfach deshalb, weil ein Großteil davon ganz neue Kreationen sind und nichts Altbekanntes, wo eben das Fleisch weggelassen (oder ersetzt) wird.
Ob das Ergebnis wirklich sättigend ist, muss sich erst noch zeigen, wenn ich diverse Rezepte nachkoche.

Im Vorwort schreibt Josita Hartanto, dass es ihr wichtig war, dass die Zutaten leicht erhältlich sind, also nicht erst über’s Internet bestellt werden müssen. Dies stimmt bedingt.
Es ist zwar richtig, dass man dafür keinen Internetversand braucht, allerdings sind durchaus Zutaten dabei, die nicht jeder zu Hause hat. So zum Beispiel Wasabi- oder Tamarindenpaste, Noriblätter usw.
Diese Zutaten bekommt man vereinzelt im gut sortierten Bioladen oder man muss den Asiashop aufsuchen. Wer sehr ländlich wohnt, hat hier vielleicht doch ein Problem.
Was mich daran aber eher stört, ist, dass ich diese Zutaten dann nur für ein oder zwei Rezepte brauche und sonst nicht. Da ist es vorprogrammiert, dass das MHD abläuft, bevor man die Sachen verbraucht hat.
Das ist aber bisher der einzige Kritikpunkt.

Das Kochbuch lädt zum Durchblättern ein. Für fast jedes Rezept ist eine Doppelseite reserviert. Rezept übersichtlich und gut lesbar auf der linken Seite, Foto dazu auf der rechten Seite.
Die Fotos durchweg sehr appetitlich, die Gerichte darauf wunderbar arrangiert und dekoriert, es läuft einem allein beim Durchblättern das Wasser im Mund zusammen.

(Foto wurde wegen Copyright unscharf gemacht)

(Foto wurde wegen Copyright unscharf gemacht)

Wer auf genaue Zubereitungszeit- oder Kalorienangaben Wert legt, wird in diesem Kochbuch vergebens danach suchen. Für mich ist beides eher am Rande interessant. Vor allem die Zubereitungszeit hängt ja doch immer sehr von der Schnelligkeit der Köche ab.

Insgesamt sind die Rezepte überschaubar. Bis auf wenige Ausnahmen ist die Zutatenliste nicht übermäßig lang. Auch klingt die Zubereitung nicht so kompliziert.
Dennoch sind es in meinen Augen eher Rezepte, die man am Wochenende nachkocht, wenn man mehr Zeit und Muße hat bzw. wenn man für Gäste kochen will.
Unter der Woche bevorzuge ich selbst doch eher „Ein-Topf“-Gerichte, die ich mit auf die Arbeit nehmen kann, also Nudel- oder Reisgerichte oder Eintöpfe oder Sattmacher-Salate.

Aber es ist definitiv eines der schönsten veganen Kochbücher – zumindest jetzt bei mir zu Hause. 🙂

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