Randnotiz

Seit 2 Tagen läuft das Internet heiß, ausgelöst durch die Nachricht, die Grünen planen, Kantinen einen fleischfreien Tag pro Woche aufzuzwingen. Ich habe lange hin- und her überlegt, ob ich dem Thema einen eigenen Blogbeitrag widmen soll, mich aber dagegen entschieden. Es wird in den diversen Foren und Zeitungsportalen schon genug darüber diskutiert.

Stephie, eine vegane Bloggerin, wollte es genau wissen, was eigentlich wirklich hinter der Nachricht steckt und hat die Grünen angeschrieben. Die Antwort ist in ihrem Blog nachzulesen: http://www.stephiekochtvegan.de/veggie-day-antwort-der-gruenen/

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4 Kommentare zu “Randnotiz

  1. Heute Vormittag hat sich bei der Eindruck verfestigt, dass vegetarisch-vegan lebende Menschen offenbar eine Gefahr bedeuten. Anders kann ich mir den Hype nicht erklären, mit dem der grünen Offensive begegnet wird. Letztens verlinkte eine Bloggerin in einem Kommentar zu meinem Butterkuchen einen Artikel der taz, in dem die Autorin belegen will, dass Vegetarier der Ökologie schaden. Und vor ca. einer Stunde hörte ich beim Gemüseschnippeln einen Radiobeitrag über ein Buch „Ethisch essen mit Fleisch“ einer ehemalig vegan lebenden Frau. Ich habe mir die Mühe gemacht und bei amazon danach gesucht. Die Rezensionen zeigen GsD, dass dieses Buch sicher nicht ernst genommen werden kann. Dennoch zieht das Thema Kreise.

    • Ja, eine Gefahr insofern, als Menschen mit ihrem Gewissen konfrontiert werden. Denn jeder weiß eigentlich, dass unser Umgang mit (Nutz-)Tieren nicht ok ist, aber die meisten verschließen die Augen davor nach dem Motto „das will ich gar nicht hören/sehen“. Nur damit sie weiter ihr Fleisch essen können. Dabei haben die Menschen noch nie so viel Fleisch gegessen wie heute. Niemand kann sich also darauf berufen, dass das doch schon immer so war.
      Trotzdem habe ich Hoffnung. Denn immer mehr Menschen sind in den letzten Jahren zum Vegetarier oder Veganer geworden. Einige vielleicht nur, weil sie hoffen, dadurch abzunehmen, ein Großteil aber aus ethischen Gründen. Als Vegetarier ist man heute schon nichts Besonderes mehr. Als Veganer zwar schon noch, aber selbst da ist man nicht mehr ganz so exotisch. Dafür sorgen Kochbücher wie die von Attila Hildmann und Björn Moschinski oder aber auch die Eröffnung von Läden wie das Veganz. Es ist eine Welle, die hoffentlich noch viele Menschen mitzieht.

  2. ich kann dich verstehen. mir ging es ähnlich, allerdings ist mir irgendwann der kragen geplatzt, als mir klar wurde, dass wirklich die gesamte deutsche presse mit wenigen löblichen ausnahmen (sz, zeit) auf den lügenzug der springerpresse aufgesprungen und deren mist unrecherchiert übernommen und zum teil noch durch weitere, eigene märchen ausgeschmückt haben. und als dann noch die fdp zu einer unglaublich absurden „grill-demo“ aufgerufen hat, war für mich das maß voll.

    was mich aber ganz massiv entsetzt hat, war die tatsache, dass dem deutschen michel alles, aber wirklich alles am allerwertesten vorbei geht, nsa, syrien, steuergeschenke an besserverdienende – aber wehe, er sieht sein schnitzel bedroht, da läuft er dann schon mal zu höchstform auf, tönt von gesinnungsterror und ökofaschismus und ist bereit, seinen kühlschrank zur not bis zum äußersten zu verteidigen. denn nichts ist wichtig, hauptsache, beim aldi gibts genug grillfleisch und die bundesligasaison startet pünktlich.

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