Holunder-Rotwein-Marmelade

Holunder Rotwein Marmelade

August ist Brombeeren- und Holunderzeit! Mit Brombeeren sieht es dieses Jahr bei uns bis jetzt noch nicht so gut aus. Die Trockenheit im Sommer hat dazu geführt, dass die Beeren nicht wirklich groß und saftig werden wollen.
Dafür wird der Holunder bei uns schon reif und ich konnte die ersten schwarzen Dolden ernten. Auch hier könnten die Beeren etwas größer sein, aber es hat trotzdem gereicht, um Marmelade zu kochen.
Damit keine Missverständnisse auftreten: Bei mir heißt alles Marmelade, egal ob mit oder ohne Orange, egal ob Konfitüre, Fruchtaufstrich oder Gelee. 🙂 Eigentlich ist das hier eher ein Gelee. Egal, auf frischen Brötchen schmeckt alles gut. 😉

Dies ist eines meiner Lieblings-Marmeladen-Rezepte. Durch den Zimt und die Nelken etwas winterlich angehaucht. Wem es zu winterlich ist, kann die Gewürz-Menge ja etwas reduzieren.
Und wer keinen Gelierzucker 1:1 mag, kann ihn entsprechend durch Gelierzucker 2:1 ersetzen. Ich mag die Konservierungsstoffe darin nicht und nehme dafür in Kauf, dass die Marmelade etwas süßer ist.

Leider kann ich nur sehr ungenaue Zutatenmengen angeben, denn je nachdem, wie saftig die Beeren sind, kommt am Ende mal mehr, mal weniger Holundersaft dabei heraus. Von diesem Ergebnis aber hängt es ab, wieviel Rotwein und Gelierzucker gebraucht werden.
Ich hoffe aber, ich habe es in meiner Beschreibung trotzdem einigermaßen klar ausgedrückt.

Man sollte beim Pflücken darauf achten, dass möglichst alle Beeren an den Dolden schwarz (aber noch nicht verhutzelt) sind. Ich habe aber festgestellt, dass die unreifen Beeren dazu tendieren, in Wasser oben zu schwimmen, während die schwarzen reifen Beeren nach unten sinken. Falls also unreife Beeren dabei sind, schöpfe ich diese an der Wasseroberfläche mit einem kleinen Sieb ab.

Unreife Beeren sind wegen dem darin enthaltenen Sambunigrin unbekömmlich und können zu Magenbeschwerden führen. Aus diesem Grund sollte auch die Kochzeit von 10 Minuten eingehalten werden. So wird jede Gefahr ausgeschlossen.

Holunder-Rotwein-MarmeladeHolunder Rotwein Marmelade

Zutaten:

1 kg Holunderbeeren (reif, d. h. schwarz)
ca. 300 ml Rotwein (halbtrocken)
1/3 TL Vanillepulver
1 Msp. Nelken, gemahlen
1/2 TL Zimt, gemahlen
ca. 600 g Gelierzucker 1:1

Zubereitung:

Schwarze Holunderbeeren von den Stielen zupfen und waschen. Falls noch unreife Beeren (grün bis rot) daruntergeraten sind, lassen diese sich leicht mit einem kleinen Sieb an der Wasseroberfläche abschöpfen.
Die schwarzen Beeren in einem Sieb abtropfen lassen, anschließend mit ca. 80-100 ml Rotwein 10 Minuten kochen.

Alles in die flotte Lotte geben und durchdrücken. Den daraus gewonnenen Saft mit Rotwein im Verhältnis 2:1 aufgießen. Wenn also z. B. 500 ml Holundersaft entstanden sind, gibt man 250 ml Rotwein dazu. Abwiegen und die gleiche (gewichtsmäßig) Menge an Gelierzucker dazugeben. In einen großen (wirklich groß, die Masse schäumt beim Aufkochen bis zu 3-facher Höhe) Topf geben, die Gewürze einrühren.
Zum Kochen bringen und unter ständigem Rühren 4 Minuten kochen lassen.

Den Schaum mit einer Schaumkelle abschöpfen und die Marmelade in saubere, mit heißem Wasser ausgespülte Marmeladengläser geben. Deckel aufdrehen und die Gläschen mindestens 10 Minuten auf den Kopf stellen.

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3 Kommentare zu “Holunder-Rotwein-Marmelade

  1. Ich mag so gerne Holunderblütenmarmelade!! Leider gab es in diesem Jahr im Laden des Bauernhofes in unserer Nähe kein einziges Gläschen. Vielleicht schaffe ich es im kommenden Frühjahr Blüten zu sammeln und mit Zitrone und Weißwein selber leckeres Gelee zu zaubern.

    • Die mag ich auch sehr gerne. Leider geliert das Ganze schlecht, so dass man immer eine Riesenmenge Zucker braucht. Das ist die einzige Marmelade, für die ich Gelierzucker 2:1 verwende. Aber ich habe sie jetzt schon einige Jahre nicht mehr gekocht.

  2. In meinem „Saftsack“ tropft gerade der erste Holundersaft aus (vermischt mit Brombeeren, die ich auf dem Weg mitgenommen habe und einem Beutel Arionabeeren aus meinem Garten, die ich tiefgekühlt hatte) … soll ein schöner Wintersirup werden, aber deine Gelee lockt auch 🙂

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