Erdnuss-Nudelsalat

Erdnuss Nudel Salat

Für diesen Salat habe ich mich an einem Rezept aus dem Buch „Vegan on the cheap“ von Robin Robertson orientiert. Von vornherein war mir klar, dass ich lieber Farfalle statt der angegebenen Linguine nehmen wollte (im Salat sind mir kurze Nudeln einfach lieber, vor allem, wenn ich den Salat mit auf die Arbeit nehme). Außerdem habe ich den Brokkoli nicht separat gegart, sondern der Einfachheit halber 5 Minuten vor Ende der Kochzeit zu den Nudeln gegeben.

Aber während der Vorbereitung des Salats sind mir dann noch andere Kleinigkeiten aufgefallen, die mich ein bißchen störten. Und so habe ich weniger Zucker und weniger Öl verwendet.
Das Dressing wurde bei mir beim Anrühren zu fest, so dass ich kurzentschlossen etwas Gemüsebrühe dazu gab. Das Problem beim Erdnussmus ist ja immer, dass sich die feste Masse unten absetzt. Und wenn man nicht konsequent ist und immer vor dem Entnehmen alles glatt umrührt, dann kann es wie bei mir schon passieren, dass man zum Ende hin nur noch sehr festes Mus übrig hat.
Wenn bei Ihnen das Dressing ohne Gemüsebrühe bereits eine saucige Konsistenz hat, belassen sie es dabei und lassen die Gemüsebrühe weg.

Das Dressing fand ich sehr reichlich, ich habe es nicht ganz verwendet. Wenn man den Salat aber länger stehen lässt, sollte man doch die komplette Menge nehmen.

Robin Robertson hat außerdem Tofu in Würfel geschnitten, mit Sojasauce vermischt und dann im Backofen knusprig gebacken. Diese zum Schluß über den Nudelsalat gegeben.
Ich habe das zwar auch ausprobiert, aber ehrlich gesagt, fand die Kombination nicht so gelungen. Eher hätte ich mir noch vorstellen können, frischen Tofu (vielleicht Tofu rosso) unterzuheben. Oder ein paar ganze geröstete Erdnüsse darüberzustreuen. Wahrscheinlich wäre es besser gewesen, den Tofu nicht zu backen (dadurch wurde er nämlich relativ hart und trocken), sondern in einer Pfanne herauszubraten.
Beim nächsten Mal würde ich außerdem etwas mehr Ingwer zugeben, aber das ist natürlich Geschmackssache, ich mag ihn einfach sehr.

Das Foto habe ich zum Glück schon vorher geschossen, bevor ich den Tofu darübergegeben habe. Irgendwie hatte ich schon den Verdacht, dass mir der Salat ohne besser gefällt.

Hier also das Rezept, wie ich es nachgekocht habe, aber ohne den Tofu.

Erdnuss-NudelsalatErdnuss Nudel Salat

Zutaten für 2 Portionen:

125 g Nudeln
100 g Brokkoli, in kleine Röschen geteilt
2 Frühlingszwiebeln
1/2 rote Paprikaschote
1 mittlere Karotte (ca. 60-70 g)

Für das Dressing:
3 EL Erdnussmus, smooth
2 1/2 EL Sojasauce
1 1/2 EL Reisessig (alternativ Weißweinessig mit Wasser verdünnt)
1 TL brauner Zucker
1 EL Sesamöl
1 TL Ingwer, frisch, gerieben (n. B. etwas mehr)
1/3 TL Chilisauce
ggfs. ca. 30 ml Gemüsebrühe

Zubereitung:

Nudeln nach Packungsanweisung in Salzwasser kochen. 5 Minuten vor Ende der Kochzeit die Brokkoli-Röschen zugeben und mitgaren.
Nudeln und Brokkoli in einem Sieb abgießen, kurz kalt abschrecken und abtropfen lassen.

Frühlingszwiebeln putzen, waschen und in sehr feine Ringe schneiden. Paprikaschote waschen, entkernen und in feine Streifen schneiden. Karotte putzen, schälen und grob raspeln.

Nudeln, Brokkoli, Frühlingszwiebeln, Paprika und Karottenraspel in einer Schüssel mischen.

Für das Dressing die Zutaten von Erdnussmus bis Chilisauce glatt miteinander verrühren. Falls das Dressing zu dickflüssig ist, etwas Gemüsebrühe unterrühren.

Dressing mit dem Salat vermischen und servieren, oder bis zum Servieren kühl stellen.

 
Und jetzt lesen bitte nur diejenigen weiter, die nicht gleich was essen wollen. 🙂

Der Salat war fast fertig, nur das Dressing hatte ich noch nicht darübergegeben…

Da ich für den Salat noch nicht mal einen halben Kopf Brokkoli gebraucht hatte, wollte ich den Rest gleich blanchieren und einfrieren. Ich hatte schon alles in Röschen zerteilt und den Strunk geschält und kleingewürfelt, alles gewaschen.
Gerade als das Wasser anfing zu kochen, fiel mein Blick auf etwas, was da eigentlich nicht sein sollte: Eine grasgrüne – Pardon: brokkoligrüne Raupe klammerte sich voller Verzweiflung an ein Röschen. Und beim näheren Hinsehen noch eine zweite.
Das kommt davon, wenn man Bioware verwendet. 😀
Natürlich habe ich die zwei Störenfriede gleich in den Garten gesetzt, da hatten sie zumindest noch eine Überlebenschance (oder ein Vogel oder Igel hat sich später über eiweißreiches Futter gefreut).

Vorsichtig habe ich den Salat mit einem Löffel umgewendet, aber mir ist nichts aufgefallen. Falls Sie auf dem Foto eine Raupe entdecken sollten, dann ist es eh zu spät und meine Vitamin B12-Versorgung damit längst gedeckt. 😉 Und Gehässige können jetzt sagen „wenigstens war es Fleisch von glücklichen Raupen“. 🙂

Was lernen wir daraus: Bei Bioware doch lieber zweimal hingucken und vor allem die Brille beim Kochen aufsetzen, wenn wie bei mir mit zunehmendem Alter die Sehschärfe nachlässt.

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3 Kommentare zu “Erdnuss-Nudelsalat

  1. Nachdem ich einige Male schon extrem beeindruckend große (gekochte) Raupen auf dem Teller hatte, kommen bei mir nun konsequenterweise Brokkoli, Blumenkohl etc. vorab zehn Minuten in Salzwasser. Aber nur, wenn ich die Köpfe ganz haben möchte. Alternativ und definitiv raupenfreundlicher ist das „Röschen-essen“ … (mit Brille)

  2. Mir ging es letztens mit Pflaumen aus einem Naturgarten so. Einfach in den Mund stecken ging nicht.
    Ich habe heute Vormittag übrigens den Ebly-Salat gemacht. Wenn ich am Abend von der Arbeit komme, wird nur noch die Avocado frisch dazu gegeben. Allerdings werde ich, bevor ich gleich los muss, einen großen Löffel vom Salat probieren.
    Liebe Grüße von Elvira

  3. Pingback: Anonymous

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