Tofu-Bananencreme (Initiative „Vegan gesund“)

Tofu Bananencreme

Vor ein paar Tagen habe ich in einer Randnotiz auf die Initiative Vegan gesund hingewiesen.

Ich finde die Initiative vom Prinzip her ganz prima, besonders für Leute, die sich bisher nicht so recht vorstellen konnten, was Veganer eigentlich so essen.
Und vor allem, wie man nicht nur vegan, sondern auch gesund essen kann. Nicht alles, was vegan ist, ist automatisch gesund; so ist Zucker ja in der Regel vegan, Pflanzenöle auch, aber ein Zuviel von beidem ist nicht gesund.

Ich selbst habe mich dort angemeldet, weil ich neugierig auf die Rezepte war. Allerdings werde ich mich an den vorgegebenen Plan nicht halten.
Das hat verschiedene Gründe. Zum einen habe ich schon einen groben Plan, was ich in nächster Zeit essen will und vor allem verbrauchen will. Denn ich muss immer ein wenig aufpassen, dass das MHD nicht abläuft und dass ich regelmäßig aus meinem Gefrierschrank Lebensmittel verwende.
Auch was in meinem Garten gerade reif wird, fließt natürlich in meinen Speiseplan mit ein. Ein weiterer Grund ist, dass ich nicht täglich frisch koche, sondern meistens koche ich gleich 2 Portionen und esse dann zwei Tage hintereinander das Gleiche. So bleibt mir mehr Freizeit übrig.

Die Rezepte der Initiative sind fast alle für 4 Personen ausgelegt. Wenn ich nur jeweils 1 Portion kochen würde, hätte ich ständig Überbleibsel, hier mal 3/4 Zucchini, da mal 3/4 Mango. Und dann jeden Tag mit anderen Lebensmitteln kochen? Das geht so nicht.
Irgendwann (möglichst schnell) sollte ja die 3/4 Zucchini oder 3/4 Mango auch gegessen werden. Wenn ich also heute was koche, wo ich nur 1/4 Zucchini brauche, dann müsste wenigstens morgen ein Rezept auf dem Plan stehen, bei dem ich die restliche verwenden kann.
Und deshalb passt so ein Plan für mich nicht so ganz.

Das eine oder andere Rezept werde ich trotzdem ausprobieren, es sind nämlich ganz nette dabei, außerdem welche, die total simpel sind und die man mit wenig Zeit unter der Woche nachkochen kann.
Aber ich werde die Rezepte halt nicht jetzt innerhalb von 4 Wochen nacheinander ausprobieren, sondern dann, wenn es gerade passt.

Das erste Rezept aus dem Angebot, was ich nachgekocht habe, war die Tofu-Bananencreme, ein Dessert. Das konnte ich in meinem Speiseplan noch gut unterbringen. 🙂

Da es eines der wenigen Rezepte ist, die man ohne sich anzumelden direkt auf der Website der Initiative anschauen kann, folgt hier der Link dorthin: http://www.vegangesund.info/index.php?id=283

Was ich wirklich gut an den Rezepten finde, ist, dass sie weitgehend fettarm sind. Es gibt sehr viele tolle vegane Rezepte im Internet und in Kochbüchern.
Unbestreitbar sind viele von ihnen sehr lecker, allerdings wird bei einigen sehr verschwenderisch mit Fetten umgegangen.
Zu leicht vergisst man, dass Avocados und Nüsse auch fettreich sind – bei mir kommt beides mehr oder weniger regelmäßig auf den Tisch. Aber wenn dann ein Salatdressing oder eine Sauce auch noch mit viel Öl oder Margarine angemacht werden, dann kommen schnell etliche Kalorien zusammen.
Ein Esslöffel Olivenöl hat 133 Kilokalorien. Und wie schnell hat man ein paar Esslöffel Öl in einer Mahlzeit untergebracht.

Bei den Rezepten der Initative ist mir aber aufgefallen, dass fast kein extra zugesetztes Öl verwendet wird, stattdessen werden die Zwiebeln z. B. mit Mineralwasser oder Gemüsebrühe glasig gedünstet.
Ich finde solche Tipps hilfreich, auch für Rezepte außerhalb dieser Reihe.

Was nicht bedeutet, dass ich nur fettarm esse, am Wochenende darf es gerne mal einen Kuchen geben, aber ich versuche, insgesamt ein bißchen auf die Menge zu achten.
Das fällt mir leichter, als wenn ich hemmungslos zulange und später versuche, 3 oder 4 oder mehr überflüssige Kilos wieder abzunehmen.

Die Tofu-Bananencreme fand ich lecker, sie ist süß, ohne Zucker. Die Banane sollte natürlich schön reif sein dafür. Ich hatte etwas Bedenken, ob die Masse nicht zu krümelig wird, da ich normalen festen Tofu verwendet habe, aber mein Personal Blender hat sie richtig cremig hinbekommen. Alternativ könnte man natürlich auch Seidentofu verwenden, der eignet sich grundsätzlich für Desserts besser.

Die Mandelsplitter, die in der Zutatenliste stehen, habe ich vergessen, weil sie in der Beschreibung nicht mehr erwähnt wurden. Dafür hat bei mir eine Borretschblüte für einen blauen Farbtupfer gesorgt. 🙂

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6 Kommentare zu “Tofu-Bananencreme (Initiative „Vegan gesund“)

  1. Ich hatte mich dort dort angemeldet, doch bisher noch keine Rezepte oder ähnliches bekommen.. ist auch nicht so schlimm, ich wollte mich nur informieren.
    Mit den „Resten“ finde ich beim Kochen ärgerlich. Rezepte, wo immer ein Teil übrig bleibt mache ich nicht, zum wegwerfen ist mir das dann zu schade. Aber ich bin sowieso kein großer Rezepte-Kocher und Pläne haben es mir nicht angetan..mehr so als Richtschnur oder auch als Anregung…
    LG ud einen schönen Sonntag, Petra

    • Hast Du denn eine Bestätigungsmail bekommen? Darin war ein Link, auf den man gehen musste, um das Benutzerkonto freizuschalten. Etwa eine Stunde später kam bei mir dann eine weitere Mail mit Links zu den Rezepten. Allerdings reicht das Freischalten allein auch schon. Dann kann man sich dort auf der Webseite einloggen und sich die Rezepte herunterladen.

      • Ja, bekam ich und habe auch eine weitere Mail bekommen..ich werde noch mal auf die Seite gehen und genauer gucken ( hatte noch keine rechte Zeit dafür).
        Lg, Petra

      • In der zweiten Mail sind die Direktlinks zu den Rezepten. Die Rezepte werden einem nicht als Anhang zugeschickt, sondern nur die Links. Dort kann man sich die Rezepte dann entweder ansehen oder downloaden.

  2. servus,
    ich hab mich vor etwa 2 Wochen dort angemeldet, die Rezepte prompt bekommen und mein Mann und ich essen nach den Rezepten jetzt fast eine Woche.
    Das fettfreie kochen genießen wir sehr, auch wenn die Rezepte für uns etwas fremd sind, so genießen wir doch jeden Tag die kleinen Besonderheiten 🙂
    Nur selten hat sich mein Körper so wohl gefühlt.
    Eigentlich bleibt uns nichts an Resten übrig, denn wenn im Rezept steht zb 3/4 Zucchini, dann nehm ich eben eine ganze, oder wenn sie groß ist, dann eben eine halbe und esse den Rest dann zwischendurch roh. Es gibt ja nicht wirklich Mengenangaben. Die Mischung zwischen Obst/Gemüse finden wir sehr spannend.
    Man kann sich aussuchen wonach einem gerade ist und probiert sich eben durch.
    Wir finden das Programm sehr, sehr gelungen – und vor allem wird es kostenfrei zur Verfügung gestellt.

    • zu zweit ist es sicherlich einfacher. Wenn man allein ist, bleibt immer von allem zu viel übrig. Ich bin kein Wegwerfer, bei mir wird immer alles verwertet. Aber wenn ich an mehreren Tagen hintereinander Rezepte nachkoche, die so viele unterschiedliche Gemüse erfordern, dann kann ich die Reste abends gar nicht alle roh essen. Und das, obwohl auch morgens in meinen Smoothie noch einiges hineinwandert.
      Aber insgesamt gebe ich Dir recht, ich finde die Initiative auch prima.

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