Laugenstangen

Laugenstangen

Laugenbrezeln mag ich unheimlich gerne, trau mich aber schon seit langem nicht mehr, welche zu kaufen, weil man nie weiß, ob nicht Schweineschmalz im Teig verarbeitet wurde.
Das kommt gar nicht so selten vor und somit sind Laugenbrezeln dann nicht vegan, noch nicht mal vegetarisch.

Ganz vereinzelt habe ich mir mal einen Pack Tiefkühl-Brezeln gekauft, da kann man wenigstens anhand der Zutatenliste prüfen, was drin ist.

Jetzt hatte ich mal wieder Lust, Laugengebäck selbst zu backen. Normalerweise nehme ich ein anderes Rezept (das schreibe ich irgendwann bestimmt auch noch auf), wollte diesmal aber eines von Chefkoch.de ausprobieren.

Da ich nicht genügend Sojamilch hatte, habe ich mehr Wasser für den Teig genommen. Auch habe ich die Fettmenge geringfügig reduziert.

LaugenstangenLaugenstangen

Zutaten für 12 Stück:

500 g Weizenmehl (ich hatte 300 g Type 1050 und 200 g Type 550 gemischt)
170 ml Wasser
100 ml Sojamilch
60 g Margarine
20 g Frischhefe
Brezelsalz (grobkörniges Salz)
1 1/2 Liter Wasser
3 EL Natron

Zubereitung:

Margarine in einem Topf schmelzen lassen. Wasser und Sojamilch unterrühren und abkühlen lassen, bis die Flüssigkeit nur noch lauwarm ist.
Mehl in eine Schüssel sieben. Frischhefe zerbröckelt zum Mehl geben und zusammen mit der lauwarmen Flüssigkeit zu einem glatten Teig verkneten. In einer Plastiktüte verpackt 35-40 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen, bis sich der Teig verdoppelt hat.

Teig aus der Schüssel holen und auf einer leicht bemehlten Fläche in 12 gleiche Teile schneiden.
Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen und das Natron zufügen (Vorsicht, das Wasser schäumt dann schnell hoch).

Jedes Teigstück zu einem Rechteck ausrollen und dann aufrollen. Je nachdem, ob man lieber lange Stangen oder kürzere haben möchte, von der kurzen oder von der langen Seite her aufrollen.

Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Jeweils 2 Teigrollen in das leicht kochende Wasser geben und nach ca. 10 Sekunden, wenn sie oben schwimmen, mit einer Schaumkelle wieder herausholen und auf ein mit Backpapier oder Backfolie ausgelegtes Backblech geben.
Die Teigrollen anschließend mit einem scharfen Messer zwei- oder dreimal schräg einschneiden und mit Brezelsalz bestreuen.

Im Backofen bei 180 Grad Heißluft ca. 20 Minuten backen, bis sie goldbraun sind. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

 
Eine einzige Stange habe ich frisch gegessen, die anderen habe ich direkt nach dem Auskühlen eingefroren. Laugenstangen oder -brezeln sind nämlich ideal, wenn man ausgehungert heimkommt und schnell irgendwas Essbares braucht. Sie lassen sich in Minutenschnelle aufbacken.

Beim nächsten Backen werde ich allerdings wieder auf mein altes gewohntes Rezept zurückgreifen, es ist fettärmer.

Fotos der einzelnen Schritte:

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11 Kommentare zu “Laugenstangen

  1. Oh…da hab ich noch gar nicht drüber nachgedacht..Schweineschmalz..das ist je ekelig. Dabei esse ich Laugengebäck sehr gerne. Ich werde es mal mit diesem Rezept versuchen, sieht sehr lecker aus.
    LG, Petra

  2. Oh, das ist das Highlightrezept des Jahres, denn ich bin süchtig nach Laugenstangen. Das liegt eindeutig am Salz. Manchmal denke ich, dass, wenn es Inkarnationen gibt, ich irgendwann eine Ziege gewesen sein muss. Bei Salzstangen habe ich früher das in der Tüte zurückgebliebene Salz mit feuchtem Finger ausgeschleckt. Da ich weiß, dass zu viel Salz ungesund ist, mache ich das heute natürlich nicht mehr!
    Ach, ich freue mich schon aufs Nachbacken!!
    Liebe Grüße von Elvira

  3. Vielen vielen dank für das super Rezept. Ich liebe alle Formen von Laugengebäck, egal ob Bretzel, Stangen, Brötchen oder Croissants. Da ich das mit dem Schweineschmalz auch schon öfter gehört habe, lasse ich in letzter Zeit die Finger davon. Gleich am Freitag Abend habe ich das Rezept nachgebacken in doppelter Menge. Die eine Hälfte haben wir am Wochenende nach und nach gegessen und die andere Hälfte liegt im Tiefkühler.
    Auch wenn mir das Rezept super gefallen hat, wäre ich sehr an dem zweiten Rezept (was fettärmer ist) interessiert. Vielen Dank schon mal für dies Rezept!! 🙂 🙂

    • Mal sehen, wann mein Gefrierschrank leer genug ist, dass ich neu backen kann. Frührer hatte ich meine Ergebnisse nie fotografiert und wenn ich schon das Rezept aufschreibe, dann will ich auch das passende Foto dazu liefern. Aber es kommt garantiert…

    • Das ging mir genauso, als ich zum ersten Mal Laugengebäck selbst gemacht habe. Ich war erstaunt, wie relativ einfach das geht. Zwar nehmen die Bäcker, glaube ich, eine etwas andere Lauge als einfach nur Kaiser-Natron, aber der Unterschied im Ergebnis ist gering.
      Nur mit dem Brezel-Formen habe ich noch meine Probleme, da muss ich noch üben. 😀

  4. Genau deshalb war ich so ängstlich. Ich habe mal eine Bäckerei besichtigt und dort sind alle mit Handschuhen und Schutzanzügen rumgelaufen, als es an die Lauge ging. Aber wenn das zu Hause auch in dieser einfachen Form geht, muss man ja kein Hobbylabor aufbauen 🙂 Das mit dem Brezel-Schlingen habe ich dann dort gelernt, es ist zwar nicht perfekt, aber immerhin. Das werde ich beim nächsten Mal probieren und Fotobeweise liefern. Bei Youtube gibt es ganz tolle Anleitungen, auch für verschiedene Zopfformen wie den Ein-Strang-Zopf.

    • Die Brezeln mit der „richtigen“ Lauge schmecken natürlich etwas intensiver. Aber wer weiß, ob das überhaupt so gesund ist. Möglicherweise würde es auch reichen, die Rohlinge länger in die Natronlauge zu tauchen, das muss ich noch austesten. Und mit dem Formen, ich denke, da macht es auch einfach die Übung. Ich backe zu selten Brezeln…

  5. Ich bin total begeistert von deinem Rezept. Habe das einfach mal nachgedacht (mein erster versuch überhaupt brot zu backen) und es war einfach und lecker. Habe für den zweiten versuch das Rezept ein bisschen verändert: Vollkornmehl, sonnenblumenkerne, leinsamenschrot, kreuzkümmel, und Kürbiskerne als topping … War auch sehr lecker aber dann doch etwas zu fett. Vielleicht kannst du ja doch noch wie angekündigt das weniger fette rezept posten?

    Aber schon mal vielen dank fur dieses! Werde wahrscheinlich in nächster Zeit deine restlichen Rezepte Durchprobieren.

    Was ich noch gesehen habe, ist dass in den laugenstangen zum kaufen auch fast immer Milchpulver drin ist. War sehr enttäuschend fur mich.

  6. Pingback: Laugengebäck – Stephie kocht vegan

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