Schokokuchen im Glas

Schokokuchen im Glas

Vor ein paar Jahren habe ich eine Zeitlang mit Kuchen im Glas herumexperimentiert. Ich fand die Idee klasse, Kuchen in kleinen Portionen auf Vorrat zu haben, ohne dass der Gefrierschrank dadurch noch voller wird.
Bis ich gemerkt habe, dass das mein Vorratsproblem nicht löst. Denn auch der Kuchen im Glas muss irgendwann mal gegessen werden. Und bei mir ist einfach die Gefahr zu groß, dass ich aus lauter Experimentierlaune heraus zu oft backe.
Der volle Gefrierschrank bremst mich da ein bißchen – er erinnert mich nämlich daran, dass ich zwischendurch auch mal das Eingefrorene verbrauche.
Und so ist der Glaskuchen irgendwie in Vergessenheit geraten…

Jetzt, vor Weihnachten, habe ich mich aber daran erinnert. Denn so ein Kuchen im Glas ist ein nettes kleines Mitbringsel, selbstgemacht.

Der Kuchen im Glas hält sich angeblich bis zu einem halben Jahr. Ich habe allerdings bei meinen damaligen Versuchen festgestellt, dass er am besten schmeckt, wenn man ihn innerhalb von 2 Monaten isst, später wird er doch irgendwie trocken und „muffig“.

Ganz, ganz wichtig beim Glaskuchen ist sorgfältiges sauberes Arbeiten, ähnlich wie beim Marmelade-Kochen. Nur wenn Deckel und Glasrand absolut sauber und fettfrei sind, schließt der Deckel richtig und es bildet sich ein Vakuum im Inneren.

Die meisten Twist off-Deckel haben eine kleine „Beule“, anhand derer man feststellen kann, ob sich ein Vakuum gebildet hat. Nach dem Backen, Verschließen und Auskühlen der Gläser sollte der Deckel leicht nach innen gewölbt sein und beim Fingerdruck auf den Deckel nicht nachgeben.
Falls der Deckel beim Daraufdrücken nachgibt und ein klack zu hören ist, ist das Glas leider nicht dicht und der Kuchen darin sollte innerhalb von 2 Tagen gegessen werden.

Hier kommt ein ganz simples veganes Rezept für einen Glaskuchen, den ich vor ein paar Tagen gebacken habe. Beim nächsten Mal würde ich noch etwas Raspelschokolade oder fein gehackte Zartbitterschockolade unterrühren, damit er etwas schokoladiger wird.
Falls Sie kleinere Sturzgläser verwenden, sollten Sie berücksichtigen, das Glas beim Einfüllen des Teiges nicht mehr als maximal 3/5 voll zu machen.
Und wirklich Sturzgläser nehmen, also solche, die sich nach oben zur Öffnung hin nicht verjüngen. Sonst rutscht der Kuchen später nicht heraus und man muss ihn löffeln. 🙂

Schokokuchen im GlasSchokokuchen im Glas

Zutaten für 3 Sturzgläser mit 240 ml Inhalt:

30 g gehackte Mandeln oder Haselnüsse
100 g Dinkelmehl Type 630
75 g Zucker
1/8 TL Vanillepulver
15 g Kakao
1/2 TL Natron
1 gestr. TL Lebkuchengewürz
1 Pr. Salz
40 ml geschmacksneutrales Öl
1/2 EL Apfelessig
125 ml Soja-Reisdrink oder andere Pflanzenmilch

Margarine und Paniermehl oder geriebene Nüsse zum Auspinseln der Gläser

Zubereitung:

Mandeln oder Haselnüsse in einer Pfanne ohne Fett anrösten.

Gläser mit weichem Fett auspinseln, dabei den oberen Rand (ca. 2 cm) frei lassen. Mit Paniermehl oder geriebenen Nüssen ausstreuen.
Backofen auf 180 Grad O/U-Hitze vorheizen.

In einer Schüssel Mehl mit Zucker, Vanillepulver, gesiebtem Kakao, Natron, Lebkuchengewürz, Salz und den Mandeln gut vermischen.
Öl, Essig und Pflanzenmilch zugeben und mit einem Löffel (nicht mit der Maschine) alles rasch zu einem glatten Teig verrühren.

Den Teig gleichmäßig auf die 3 Gläschen verteilen. Dabei aufpassen, dass kein Teig auf den Rand tropft. Den Rand nochmals mit einem sauberen, feuchten Papiertuch abwischen.

Die Gläser in den vorgeheizten Backofen schieben und ca. 25 Minuten backen. Stäbchenprobe machen, notfalls wenige Minuten länger backen.

In der Zwischenzeit die Deckel mit kochendem Wasser übergießen und kurz in dem heißen Wasser liegen lassen. Kurz vor Ende der Backzeit die Deckel mit einer Gabel aus dem Wasser heben und mit einem sauberen Tuch trockentupfen.

Die Gläser mit den Kuchen aus dem Backofen holen. Sofort die Deckel aufschrauben und die Gläser anschließend bei Zimmertemperatur langsam abkühlen lassen.

Wenn die Kuchen minimal in der Mitte über den oberen Glasrand hinausschauen, macht das nichts, man drückt sie ganz leicht mit dem Deckel herunter und schraubt dann zu. Beim Schraubvorgang sollte allerdings kein Krümel auf den Rand kommen. Also so sorgfältig arbeiten wie beim Marmelade-Kochen.

Sobald die Gläser abgekühlt sind, durch Drücken auf den Deckel prüfen, ob sie dicht sind. Es darf kein Klacken zu hören sein, der Deckel sollte ganz leicht nach innen gewölbt sein.

Hier noch ein paar Fotos der einzelnen Schritte:

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7 Kommentare zu “Schokokuchen im Glas

  1. Prima Idee!
    Backe immer Muffins auf Vorrat, aber die trocknen auch schnell aus.
    Nun probier ich es mal mit den Gläsern.
    Christiane, wenn Du schon soviel Erfahrung mit diesen Gläsern hast:
    weißt Du, ob es diese „Sturzgläser“ auch in etwas größerem Format gibt?
    Grüßle Monika

  2. Ich habe den Kuchen als Geschenk für eine Veganerin gebacken. Ich habe etwas größere Gläser genommen (Bonne Maman Marmelade, sind Sturzgläser) und 2/3 hoch gefüllt, anders gesagt den Teig auf zwei Gläser aufgeteilt, ergibt das genau zwei gute Gläser voll Kuchen 🙂 Ich habe 10g gehackte Pinienkerne und 10g gehackte Pistazien genommen, die Reste waren noch da, und ein Glas habe ich gerade gefuttert (noch warm). Der Kuchen ist brutal lecker! Vielen Dank für das Rezept! 🙂

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