Weiße Bohnen-Cassoulet

Weisse Bohnen Cassoulet

Ich habe immer noch große weiße Bohnen (butter beans) in meinem Vorratsraum, die ich langsam mal verbrauchen sollte. Die hatte ich mal in einem Asiashop gekauft, aber inzwischen festgestellt, dass ich die kleinen weißen Bohnen lieber mag.
Noch dazu haben die kleinen natürlich eine kürzere Kochzeit. Also werde ich die großen jetzt noch verbrauchen und dann vermutlich nicht mehr nachkaufen.

Im Buch „One-dish vegan“ von Robin Robertson habe ich ein Rezept gefunden, das solche große weißen Bohnen beinhaltet und die Gelegenheit genutzt, das Rezept auszuprobieren. Allerdings ein klein wenig abgewandelt.

Und was soll ich sagen? Der Duft, der während des Backens und hinterher durch die Wohnung gezogen ist, war einfach wunderbar. Obwohl ich schon gegessen hatte (ich habe für den nächsten Tag vorgekocht), habe ich Appetit bekommen.
Und genauso lecker hat das Cassoulet dann auch geschmeckt.

Das Foto wird dem nicht ganz gerecht, da ich es abends bei Kunstlicht gemacht habe. Egal, welche Einstellung ich bei meinem Fotoapparat verwendete, es sah irgendwie nicht richtig aus.

Die Petersilie gehört übrigens eigentlich schon dazu, aber ich habe sie vergessen. 😳

Dieses Gericht gibt es definitiv mal wieder, statt der großen weißen Bohnen werde ich dann einfach die kleinen nehmen.

Weiße Bohnen-CassouletWeisse Bohnen Cassoulet

Zutaten für 2 Portionen:

200 g große weiße Bohnen, getrocknet (Butterbohnen) oder 485 g gekocht, abgetropft
1 mittlere rote Zwiebel
1 gr. Knoblauchzehe
130 g Karotten
200 g Pastinaken
1 EL Öl
1/2 EL helle Misopaste
1 TL Senf
1/2 TL Majoran, getrocknet
1/2 TL Thymian
1 Lorbeerblatt
Salz
schwarzer Pfeffer
1/2 Dose gehackte Tomaten (200 g)
120 ml Gemüsebrühe
100 g Räuchertofu
10 g Paniermehl
etwas Öl für die Form
etwas Petersilie, frisch, gehackt

Zubereitung:

Falls Sie bereits gekochte Bohnen verwendet entfällt dieser erste Teil: Bohnen über Nacht in reichlich Wasser einweichen.
Am nächsten Tag die Bohnen in ein Sieb abgießen, kurz unter fließendem Wasser durchspülen und mit ausreichend frischem Wasser im Schnellkochtopf 22 Minuten kochen.
Langsam abdampfen lassen, den Deckel öffnen und die Bohnen in einem Sieb abtropfen lassen.

Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Karotten schälen und in dünne Scheiben schneiden. Pastinake schälen und würfeln.

Öl in einem Topf erhitzen und Zwiebel, Karotten und Pastinaken 5 Minuten abgedeckt anbraten. Knoblauch dazugeben, ganz kurz mitbraten.

Misopaste mit einem Esslöffel heißem Wasser verrühren. Senf, Majoran und Thymian unterrühren. Die Misomischung zum Gemüse geben.
Lorbeerblatt zufügen, mit Salz und Pfeffer würzen. Gehackte Tomaten, abgetropfte Bohnen und Gemüsebrühe unterrühren. Räuchertofu würfeln und untermischen.

Eine ofenfeste Form mit etwas Öl auspinseln und die Gemüsemasse einfüllen. Mit Alufolie abdecken und bei 180 Grad Heißluft 45 Minuten backen.

Alufolie entfernen, Paniermehl über das Gemüse streuen und weitere 10 Minuten ohne Abdeckung backen.

Nach Belieben mit frischer gehackter Petersilie bestreuen und heiß servieren.

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9 Kommentare zu “Weiße Bohnen-Cassoulet

  1. So findet ein weiterer Teil meiner Misopaste Verwendung. Es ist recht mühsam, passende Rezepte zu finden. Mit einem Teil habe ich mir einen leckeren Brotaufstrich zubereitet. Aber es ist immer noch ziemlich viel von der Paste vorhanden. Das wir jedenfalls eines der Wochenendessen.
    Liebe Grüße von Elvira

  2. Hört sich sehr lecker an und wird sicher nachgekocht. Bezüglich deines Fotoproblems empfehle ich eine lange Belichtungzeit – natürlich nur, wenn du manuelle Einstellungen vornehmen kannst und dann brauchst du vermutlich auch ein Stativ bzw. einen selbstgebauten Stativersatz. Auch wenn du mit dem Foto nicht so richtig zufrieden bist, ist bei mir der Nachkocheifer geweckt.

    Liebe Grüße
    Tinka

    • Ja, ich weiß schon, ich habe ein Stativ – aber ich habe abends nach Arbeit und Kochen einfach keinen Nerv mehr, alles aufzubauen. 🙄
      In dem Moment ist mir nur wichtig, dass ich endlich fertig werde und mich zu meiner quängelnden Katze setzen kann (abends ist Kuschelzeit!). Und später ärgere ich mich dann über die miese Fotoqualität. 😀 Leider kann man auf dem Display der Kamera auch nicht immer so gut erkennen, wie das Foto geworden ist.

  3. Oh, wie passend, ich hab auch noch ein großes Vorratsglas weißer Bohnen,
    und weiß nicht so recht, welches Rezept…
    Deines klingt gut und sieht ansprechend aus, wird ausprobiert, sobald ich den heute zubereiteten Topf mit Sauerkraut (für mind. 3 Tage!) gemampft haben werde… 😉
    Grüßle Monika
    PS: hab kein Miso, ist dies zwingend notwendig, oder könnte ich stattdessen Tekka nehmen?

    • Sorry, Tekka kenne ich gar nicht. Aber ich denke, du kannst das Miso auch einfach weglassen und nach Belieben mit etwas Gemüsebrühextrakt und/oder Hefeflocken abschmecken.

  4. Also Tekka ist ne Gewürzmischung, mit der auch ich noch nicht soviel Erfahrung habe:
    sie besteht aus nem kleinen Anteil Miso, Sesampaste, Sesamöl, Lotuswurzelpulver und Klettwurzeln.
    Probier ich mal aus. Schmeckt bestimt auch gut zu Bohnen.

  5. So, habe eben das Rezept (mit klitzekleinen Abwandlungen die Mengen betreffend) nachgekocht. Ich bin sehr begeistert. Ein Rest blieb noch übrig, den ich morgen Abend essen werde (ich musste mich wirklich zusammenreißen, um ihn nicht auch noch zu verschnabulieren). Mein Mann hat mich aber stoppen können. Das ist auch ein wunderbares Essen, das man Besuch vorsetzen kann, da es gut vorzubereiten ist. Eine kleine Peinlichkeit gab es aber beim Einkauf. Darüber werde ich demnächst mal im Blog berichten (mich kennt ja niemand persönlich).
    Liebe Grüße von
    Elvira

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