Frisch ausprobiert

Man kann nicht vorsichtig genug sein, das musste ich leider in letzter Zeit mal wieder feststellen. Leider ist es mir gleich zweimal passiert, dass ich etwas Unveganes gekauft habe. Zum einen waren das Kekse von Alnatura – zweimal habe ich die Zutatenliste im Geschäft studiert, bevor die Packung in den Korb gewandert ist. Und als ich daheim schon die Hälfte aufgefuttert hatte und nochmal einen Blick auf die Zutaten geworfen habe, da fiel mir ins Auge, dass Honig dabei war. 😦

Ähnlich ging es mir bei einem Glas Cornichons. Tja, nur habe ich da ganz unterlassen, die Zutatenliste zu studieren. Saure Gurken – irgendwie habe ich die überhaupt nicht mit irgendwas Tierischem in Verbindung gebracht. Bis ich daheim auf der Zutatenliste ebenfalls Honig entdeckte. Oh Mann, warum kann auch nicht auf allen abgepackten Waren gleich ein Symbol stehen, ob etwas vegan ist oder nicht? Naja, in Zukunft bin ich wieder kritischer.

Allerdings ist mir gerade in letzter Zeit beim Durchlesen von Zutatenlisten im Geschäft aufgefallen, dass immer öfter die Worte Butter und Ei fettgedruckt sind, so dass man sie einem eher ins Auge springen. Ist es Freundlichkeit Veganern gegenüber (aber warum? Das sorgt ja nur dafür, dass sie das Produkt NICHT kaufen) oder Allergikern gegenüber? Keine Ahnung. Ich finde es jedenfalls hilfreich. Schön wäre es, wenn das Wort Honig auch noch fettgedruckt wäre. 😉

So, hier folgen aber zwei vegane Produkte…

VelamiAb und zu muss ich einfach mal was Neues probieren, auch wenn ich Wurst eigentlich nicht vermisse. Und so bin ich auch nicht auf der Suche nach einem Wurst-Ersatz, sondern vielmehr einfach nach leckeren, würzigen Brotbelägen. Die Veggie Velami habe ich bei Tegut mitgenommen, Kaufpreis: 2,49 Euro für 100 g. Die Zutatenliste liest sich relativ harmlos. Die Scheiben sind relativ fest und schmecken würzig, etwas scharf. Ich kann mir schon vorstellen, sie zur Abwechslung mal wieder zu kaufen.

Soyananda SauerrahmAlnatura erweitert sein veganes Sortiment fast unbemerkt, aber beständig. Während ich in meiner veganen Anfangszeit dort vergeblich nach veganem Käse gefragt habe, findet man inzwischen welchen im Kühlregal.
Genauso wie Tempeh oder Soyananda Frischkäse. Vor kurzem ist mir der vegane Sauerrahm von Soyananda ins Auge gefallen. Den kannte ich noch nicht und wollte ihn ausprobieren, also habe ich welchen in meinen Einkaufskorb gepackt.
Einen Teil davon habe ich zur Rote Bete- Gnocchi-Pfanne gegessen, auch mit unveganem Sauerrahm hätte der Dip sicherlich nicht anders geschmeckt. Allerdings kam ja Meerrettich hinein, der Hauptgeschmacksgeber dabei war.
Den Rest des Soyananda-Sauerrahms habe ich zur Hirsepfanne mit Gemüse gegessen. Wenn man ihn pur ohne weitere Beimischung von irgendwas isst, merkt man schon, dass Soja die Grundlage dafür ist.
Pur schmeckt er also nicht ganz wie unveganer Sauerrahm. Ist also vergleichbar mit dem Unterschied zwischen Sojajoghurt und Kuhmilchjoghurt.
Wen der Sojageschmack stört, sollte ihn also lieber nicht kaufen. Als Alternative, wenn man mal etwas mit Sauerrahm kochen will, ist er ansonsten aber schon zu gebrauchen. Häufig werde ich ihn wohl eher nicht kaufen.

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8 Kommentare zu “Frisch ausprobiert

  1. Ich denke, der Umstand, dass manche Zutaten hervorgehoben werden, ist dem Umstand zu verdanken, dass manche Leute auf sie allergisch reagieren. Ich habe jedenfalls auch schon Sellerie und Erdnüsse hervorgehoben gesehen.
    Dass ein ansonsten einwandfrei veganes Lebensmittel am Ende der Zutatenliste auch noch eine Alibimenge an Honig enthält, finde ich besonders frustrierend, weil’s weder konsistenzmässig noch geschmacklich irgendwem irgendwas bringt. Oder dann Lebensmittelverpackungen, die das grüne V im gelben Kreis ziert, darunter aber auch noch klein ovo-lakto-vegetarisch steht.
    Was machst du mit unveganen Fehlkäufen? Trotzdem essen? Verschenken? Wegwerfen?

    • Wegwerfen nützt niemandem was, weder der Umwelt noch den Tieren. Wenn es was Ungeöffnetes ist, verschenke ich es wenn möglich. Was schon geöffnet ist, esse ich. Zum Glück hatte ich bisher noch nie was mit Gelatine oder Fleisch drin. Davor würde ich mich richtig ekeln und das könnte ich tatsächlich nicht essen, sondern müsste es dann wohl doch wegwerfen. Und zum Glück ist es mir bisher noch nicht oft passiert, dass ich was Unveganes gekauft habe.

      • Wegwerfen scheint mir auch die schlechteste Lösung zu sein. Ich habe letzthin Fruchtgummi geschenkt bekommen mit Gelatine und Bienenwachs. Nun frage ich mich, wer in meinem Bekanntenkreis die wohl gerne essen würde.

  2. Tja, ich durfte die Erfahrung machen, das vegane Lebensmittel plötzlich zu un-veganen werden – und ich es erst gemerkt habe, nachdem ich schon davon was gefuttert habe. So passiert mit den Grün-Ohr-Hasen von Katjes (die waren die ganze Zeit vegan! Jetzt plötzlich ist Bienenwachs drin!) und der Gemüsebrühe vom Aldi (die war auch vegan, jetzt plötzlich ist Lactose drin!) – also, egal was man kauft – am besten IMMER auf die Zutaten schauen. Natürlich brauche ich auch die Sachen auf, denn ich bin auch der Meinung: Wegwerfen ist sinnlos.

      • Ja, was nicht alles unter das Essen gepanscht wird. 😦 Das Blöde ist, wir (allgemein gesprochen) sind schon so gewöhnt daran, dass wir ellenlange Zutatenlisten, die mit Lebensmitteln eigentlich nichts zu tun haben, klaglos hinnehmen.

  3. Mir ging es so, als ich kürzlich Gnochi so im vorbeigehen in den Korb warf. Bin davon ausgegangen, dass es sich um harmlosen Kartoffelteig! handelt.
    In der Warteschleife an der Kasse las ich dann „MIT VOLLEI“ und zack, raus aus dem Korb.
    Dann sah ich an der Kasse diese „veganen“ Katjesgummiteile, die ich sogar kaufte, was ich sogut wie nie mache.
    Und definitiv nie mehr machen werde:
    „vegan“ scheint ein Freibrief zu sein, für Überzuckert! Klaro: Zucker is ja vegan!!!
    Muß man denn ALLES selber machen?
    Ach so und vielen Dank für den Hinweis mit „DM“, da werd ich demnächst mal wieder durchstöbern.
    Abschließende Frage zum „Sauerrahm“:
    so wie Du den Geschmack schilderst, frage ich mich, ob ich dann nicht genauso gut etwas angedickten Soyaghurt, den ich immer hier habe, nehmen kann?
    Oder schmeckt man einen Unterschied?
    Grüßle Monika

    • Ja, Monika, Du kannst genauso gut Sojajoghurt etwas abtropfen lassen. Der Sauerrahm schmeckte ein bißchen weniger nach Soja, war dafür etwas cremiger. Aber so groß ist der Unterschied nicht.

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