Pudding-Hefeteilchen

Pudding Hefeteilchen

Ursprünglich wollte ich an Ostern ja auch einen Osterkranz backen. Und dann hatte ich auf einmal absolut keine Lust mehr dazu. Da sich keine Gäste angekündigt hatten, war ich ganz frei in meiner Entscheidung und hätte das Backen auch ganz sein lassen können.
Aber irgendwie hatte ich doch Appetit auf was Hefiges und so wurden es schlussendlich Pudding-Hefeteilchen.

Ich habe als „Milch“ eine Mischung aus Sojamilch und Hafermilch verwendet (Resteverwertung). Leider ist Pflanzenmilch in der Regel etwas dunkler als Kuhmilch. Noch dazu habe ich etwas Vanillepuler untergemischt, das den Pudding noch dunkler färbt, deshalb sieht die Puddingmasse im ersten Moment nicht so toll aus.
Wenn man aber das Fruchtpüree einrührt und außerdem ein paar Streusel darübergibt, ist davon kaum mehr was zu sehen. Wer – um das Ganze fettarm zu gestalten – keine Streusel darübergeben mag, kann alternativ Mandelblättchen darüberstreuen.

Ursprünglich wollte ich den Rand der Hefeteilchen vor dem Backen noch mit Pflanzenmilch bepinseln, damit er schön goldbraun glänzt. Das habe ich dann aber total vergessen. Goldbraun wurden die Teilchen trotzdem, nur der Glanz fehlt ein bißchen. Finde ich jetzt aber nicht so schlimm…

Wer kein Fruchtpüree hat, kann stattdessen auch Konfitüre bzw. Marmelade verwenden. Diese vorher am besten etwas glattrühren. Falls sie zu fest ist, etwas Zitronensaft unterrühren. Das Fruchtpüree hatte bei mir die Konsistenz einer eingedickten Sauce.

Pudding-HefeteilchenPudding Hefeteilchen

Zutaten für 8 Teilchen:

Für den Teig:
250 g Dinkelmehl Type 630
145 ml Pflanzenmilch
25 g Zucker
15 g Frischhefe
1 Pr. Salz

Für die Puddingmasse:
300 ml Pflanzenmilch
25 g Speisestärke
40 g Zucker
1 gestr. TL Vanillepulver

Für die Streusel:
75 g Mehl
40 g Zucker
50 g Margarine, weich

Außerdem:
Sanddorn-Fruchtpüree (alternativ anderes Fruchtpüree oder Konfitüre)

Zubereitung:

Für den Hefeteig die Hefe zerbröckeln und mit dem Mehl, der Pflanzenmilch, Zucker und Salz zu einem glatten Teig verkneten. Abgedeckt rund 50 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen, bis sich der Teig verdoppelt hat.

In der Zwischenzeit einen Teil die Puddingmasse herstellen: Dafür einen Teil der Pflanzenmilch mit Speisestärke, Zucker und Vanillepulver glatt verquirlen. Die restliche Pflanzenmilch zum Kochen bringen. Die angerührte Masse zugeben und unter ständigem Rühren 1-2 Minuten aufkochen lassen.
Vom Herd ziehen und abkühlen lassen, dabei zwischendrin immer mal wieder umrühren, damit sich keine Haut bildet.

Für die Streusel Mehl, Zucker und weiche Margarine mit den Händen verkneten.

Den Hefeteig auf einer leicht bemehlten Fläche mit den Händen kurz durchkneten und mit einem scharfen Messer in 8 Teile teilen. Jedes Teil zu einer Kugel formen und auf ein Backblech legen. Dort mit einem Nudelholz ausrollen, sie sollten ca. 1 cm dick sein.

Auf jedes Hefeteilchen dann Puddingmasse geben, dabei einen ca. 1 cm breiten Rand lassen. Auf die Puddingmasse jeweils 1 Teelöffel Sanddorn-Fruchtpüree geben und mit einem Kaffeelöffel oder einer Gabel vorsichtig mit ein, zwei Kreisbewegungen ein bißchen in die Puddingmasse einrühren. Mit den Streuseln bestreuen.

Weitere 30 Minuten abgedeckt gehen lassen.

Bei 180 Grad Heißluft ca. 15-17 Minuten backen, bis die Teilchen goldbraun sind. Herausnehmen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Frisch schmecken sie am besten.

Übrigens – Falls man beim Bestreuen merkt, dass man zu viele Streusel gemacht hat: sie lassen sich wunderbar einfrieren und können bei anderer Gelegenheit für einen Kuchen oder Teilchen oder ein Crumble verwendet werden.

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4 Kommentare zu “Pudding-Hefeteilchen

  1. Danke für die schöne Idee! Ich habe mich gerade gefragt, ob man nicht die Streusel auch weglassen uns stattdessen nach dem Backen frische Erdbeeren auf den Pudding legen kann… Das Fruchtpürree (oder vielleicht Holunderblütengelee?) könnte man dann zum Schluss im Wasserbad anwärmen, dass es flüssig wird, und mit einem Backpinsel über die Erdbeeren verteilen.

    Wenn ich nächste Woche schon heimische Erdbeeren bekomme, werde ich es gleich ausprobieren! Statt Margarine nehme ich lieber ungehärtetes Palmfett (aus dem Bioladen), weil das sehr viel natürlicher ist als Margarine. Es ist genauso geschmacksneutral.

    Viele Grüße,
    Dagmar

    • Hallo Dagmar,
      schmecken tut das bestimmt gut mit frischen Erdbeeren. Ich glaube nur, es ist vielleicht dann etwas schwierig, die Teilchen aus der Hand zu essen, da Erdbeeren irgendwie immer die Gewohnheit haben, herunterzurutschen, wenn sie nicht mit Tortenguss „festgehalten“ werden. 😉 Oder Du dickst das Püree noch mit etwas Agar-Agar an.

  2. So, das Rezept wird gerade gedruckt (mein Drucker braucht Ewigkeiten, bis er sich entschieden hat, endlich zu drucken) und ich werde die Schnecken, leicht abgewandelt, gleich nachbacken. Vor längerer Zeit benötigte ich Trockenhefe und habe noch zwei Tütchen, die nun ihre Verwendung finden. Statt des Sanddorn werde ich aus dem Vorrat Pflaumenkompott verwenden.
    Liebe Grüße von Elvira

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