Eine Bitte an Hundehalter

Ich war ganz erschüttert, als ich gestern folgenden Artikel auf der Website des Darmstäder Echos gelesen habe:
http://www.echo-online.de/region/odenwaldkreis/fraenkisch-crumbach/Gefahr-durch-Hunde-Wenn-der-Schuss-fuers-Reh-Erloesung-ist;art1270,5132532

Leider sind sich manche Hundehalter nicht dessen bewusst, welche Verantwortung sie tragen. Auch eigentlich sehr liebe Hunde folgen unter Umständen ihrem Jagdtrieb, wenn sie andere Tiere in freier Wildbahn antreffen – in diesem Fall ein Reh. Ich gebe deshalb die in dem Artikel ausgesproche Bitte gerne weiter: Bitte leinen Sie Ihre(n) Hund(e) an, wenn Sie zusammen auf Feldern oder im Wald unterwegs sind.

Rehe (und Hasen und Rebhühner und andere Wildtiere) haben es, auch ohne vom Hund gerissen zu werden, schon schwer genug…

Und natürlich sind Jäger für mich auch keine Heilige. Aber jeder kann (und sollte) seinen Teil dazu beitragen, es den Wildtieren nicht unnötig schwer zu machen.

Advertisements

7 Kommentare zu “Eine Bitte an Hundehalter

  1. Ich habe das einmal miterleben, GsD aber nicht sehen müssen. Als mein Mann noch gut zu Fuß war, sind wir mit dem Hund täglich „raus“ gefahren. Da konnte er schier endlos über Felder und Wiesen rennen. Unser Hund rennt allerdings nie weit, vielleicht so 10-15 Meter, dann wartet er auf uns. An jenem Tag hörten wir das aufgeregte Rufen mehrerer Hundebesitzer nach ihrem Hund. Bei solchen Gelegenheiten leinen wir unseren Hund sofort an, denn er ist auch ein Jagdhund (der allerdings bisher nur Krähen erfolglos gejagt hat). In dem Fall erfuhren wir, dass eine Meute Hunde ein Reh bis zu dessen Erschöpfung gehetzt hat. Wie sich das weiter entwickelte, weiß ich nicht, da wir weiter gegangen sind.
    Im späten Herbst wird diese Gegend von den in den Zuggänsen als Rastplatz genutzt, da hier auch Mais angebaut wird und die Reste für eine Zwischenmahlzeit ausreichen. Wie oft habe ich mich geärgert, dass freilaufende Hunde die Gänse immer wieder aufgescheucht haben. Das hat sie doch viel Kraft gekostet.

  2. Oh, DAS ist echt schlimm!!!
    Wir haben immer Hunde gehabt und sind auch im Wald und zwischen den Feldern unterwegs ( wir wohnen ja auf dem Land).. zum Glück haben wir bisher niemals so etwas erleben müssen. Allerdings bemühen wir uns sehr unsere Hunde nur auf den Wegen zu halten, jeder „Vorstoß“ in den Wald oder in die Felder ist verboten und wir passen wirklich sehr auf!
    Leider schient das aber nicht bei allen Hundehaltern der Fall zu sein.. 😦
    LG, Petra

  3. Zwar kann ich jedem Satz zustimmen, möchte aber einige Aspekte ergänzen, da der Hundehass (den ich hier im Blog glücklicherweise nicht erkenne!), in unserer Stadt stark zunimmt:
    wir laufen immer im Stadtrandbereich, der von großen Straßen gesäumt ist.
    Eines Tages sahen wir, wie ein Reh von einem Auto ins Feld geschleudert wurde. Der Fahrer hat sich mitnichten darum gekümmert. So sind wir Hundehalter hingelaufen, sahen das arme Tier dort verletzt liegen und riefen den Förster an, der auch sofort nach einigen Minuten mit Gewehr im Anschlag neben uns stand.
    BEVOR wir auch nur ein Wort sagen konnten, schrie er uns an, das nächste Mal würde er auf unsere Hunde schießen…
    Erst als jemand von uns laut zurückbrüllte!, hörte er unserer Schilderung zu.
    Den Gnadenschuß hörten wir nur aus der Ferne…
    Was ist daraus zu schließen:
    1. es ist anscheinend nicht immer eindeutig zu erkennen ist, woher eine Verletzung ursächlich stammt!
    2. stehen somit Autofahrer also nicht in der Verantwortung.
    3. da Hunde sowieso die Feinde der „jagenden Zünfte“ sind, wird zunächst IMMER der Hund verdächtigt!
    Ich sage nicht, dass es nicht auch jagende Hunde gibt, die Rehriss verursachen; haben uns mehrmals mit solchen Hundehaltern angelegt.
    Aber meine oben aufgeführten Aspekte bitte nicht ausser Acht lassen, denn es gibt
    sicher nicht nur hier schußgeile Förster, die bereits Hunde erlegt haben, die ich kannte, die NICHT gejagt haben, sondern tatsächlich nur in der Waldschneise miteinander gespielt haben. Einfach nur deshalb, „weil es ja hätte sein können“…(dass ein Reh genau in dem Moment dort vorbeikommen könnte!)

  4. Zu diesen Einträgen möchte ich eine Stellungnahme abgeben. Zu meiner Familie gehört ebenfalls ein Hund und ich möchte folgendes voranstellen: Ich billige keinesfalls die „der-macht-nix“-Einstellung vieler Hundehalter und bin selbst bemüht, auf andere Rücksicht zu nehmen, wenn ich mit meinem Hund unterwegs bin. Allerdings muss ich einem vorherigen Kommentar zustimmen: es gibt sehr viele Wildunfälle verursacht durch Autofahrer und viele kümmern sich nicht ums verletzte Wild. Meine Schwester und mein Schwager sind Jäger und müssen dann auf Suche gehen, wenn sich verletzte Tiere kilometerweit durch den Wald quälen. Oft schießen sie auch Tiere, die irgendwann Unfälle hatten und mit schlimmen Verletzungen (offene Brüche) noch lange nach dem Unfall weiter vor sich hin vegetierten. Eine einzelne Zahl: allein in Hessen gab es 2012/2013 ca. 14.000 Unfälle, und dies sind nur Rehe und so genanntes Fallwild (Unfall mit Kfz)!
    Fazit kann für jeden nur sein, egal ob Hundebesitzer, Spaziergänger ohne Hund, Jogger, Fahrradfahrer oder Autofahrer: man sollte mit etwas wachen Augen durch die Natur gehen/fahren und Rücksicht nehmen wo es nur geht. Dies gilt wirklich für alle!
    LG, Jutta

  5. Es wäre einfach schön, wenn Menschen die Tiere und die Natur achten – wie viel wird in Naturschutzgebieten gegrillt oder spazieren gegangen… Müll liegen gelassen… Das regt mich auch immer auf.
    Das Autofahrer Wildtiere anfahren und sich nicht melden, macht das Verhalten von Hundebesitzern ja nicht besser oder schlechter. Beides ist doof.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s