Vegan MoFo (7): Was ich gerade lese…

850X315_r2_fb

Mc VegVegan ist … mehr als nur Essen! Das ist mein Sonntags-Motto im Rahmen der Aktion Vegan MoFo 2014.

Ja, zugegeben, auch dieser Beitrag dreht sich ums Essen, auch wenn es heute kein Rezept und kein Essensfoto gibt. Stattdessen geht es um Literatur. Mittlerweile überschwemmen vegane Kochbücher ja schon fast den Büchermarkt und längst habe ich es aufgegeben, in jedes hineinschauen oder gar darüber berichten zu wollen. Gerade während meiner Blogpause habe ich mir diverse Bücher in Papier- oder aber auch in ebook-Form ausgeliehen. Muss aber sagen, dass mich davon kaum eines beeindruckt hat. Stattdessen habe ich immer öfter das Gefühl, das kenne ich doch alles schon.

Auch das E-Book „Mc Veg“ von Gabriele Lendle habe ich mir von der Stadtbibliothek Darmstadt ausgeliehen. Es hat 95 Seiten.

Die Idee ist grundsätzlich gut. Basierend auf maximal 3 frischen Zutaten, 3 Zutaten aus dem Vorrat und 3 Gewürzen werden diverse Rezepte vorgestellt, die vegan und relativ simpel sind.

Vorrätig haben sollte man Pasta, Sojasahne, Sojajoghurt, Bulgur, Couscous, Tofu natur, Räuchertofu, Kokosmilch, Seitan und Tortillas.

Bei den Gewürzen werden aufgezählt: Sojasauce, Kreuzkümmel, Curry, Cayennepfeffer, Currypaste, Oregano, Thymian, Gemüsebrühe, Paprika und Reiswein.

Beim Vorrat hapert es bei mir schon ein bißchen. Denn Sojajoghurt habe ich nicht immer zu Hause, da er nur begrenzt haltbar ist.
Von Seitan bin ich nicht ganz so begeistert, die gekaufte Variante kenne ich gar nicht. Bisher habe ich ihn nur selbst gemacht und eingefroren. An Seitan stört mich ein bißchen, da er ja (wenn man die Gewürze vernachlässigt) praktisch reines Gluten ist. Also weder vollwertig noch vitaminreich.

Und gekaufte Tortillas schrecken mich immer schon auf Grund ihrer Zutatenliste ab. Um sie selbst zu machen, bin ich aber oft zu faul.

Die geforderten Gewürze habe ich fast alle da, bis auf den Reiswein.

Auf den einleitenden Seiten wird noch mal näher auf die einzelnen Lebensmittel eingegangen. Endlich (ab Seite 24) folgen dann die Rezepte.
Begonnen wird mit Brotaufstrichen und Dips. Einiges davon kennt man schon mehr oder weniger, wie z. B. den Avocado-Tomaten-Aufstrich.

Die Fotos sind sehr ansprechend, allerdings gibt es nicht zu jedem Rezept ein Foto. Die Zubereitungsdauer der Rezepte liegt bei maximal 25 Minuten.

Was mich ein bißchen stört, ist, dass in der Zutatenübersicht für ein Rezept nicht alle verwendeten Zutaten wiederfindet. So tauchen z. B. für Caprese nur Tomaten, Basilikum und Tofu in der Zutatenliste auf, nicht aber die Zutaten für das Dressing.
Da bin ich irgendwie zu konservativ. Mir ist es lieber, ich kann in der Zutatenliste schon alles lesen, was erforderlich ist und ggfs noch Fehlendes nachkaufen bzw. alles vor dem Kochen schon bereitstellen, ohne dass ich das Rezept nochmal komplett durchlesen muss.

Die Rezepte klingen durchweg relativ einfach und sind somit für Leute geeignet, die mit Kochen nicht allzu viel am Hut haben, und die bisher noch nicht so viele vegane Rezepte gesammelt haben wie ich. Für mich ist zumindest nicht sehr viel Neues darunter zu finden. Bzw. ein paar Rezepte sprechen mich auch nicht so an.

Wer schon mehrere vegane Kochbücher besitzt oder sich aus dem Internet schon einen Grundstock an veganen Klassikern zusammengesucht hat, kann auf das Buch wohl verzichten.
Für Neulinge im veganen Kochen, die eher simple Rezepte suchen, ist dieses Buch aber ein ganz netter Anfang.

Mit kleiner Abwandlung nachgekocht habe ich den Fenchel-Dattel-Salat. Der ist wirklich lecker und es gab ihn inzwischen schon dreimal bei mir.

Advertisements

3 Kommentare zu “Vegan MoFo (7): Was ich gerade lese…

  1. Wohl wahr, auch ich benötige kein weiteres Kochbuch mehr.
    Veganismus scheint der neue Commercial-Trend, ein Zug, auf den jeder aufspringen möchte.
    Mir persönlich fehlt zu oft ökotrophologisches Basiswissen, sowohl in den Kochbüchern, als auch der sog. Veggi-„Starköche“, die zum Teil mit Mengen von Zucker und Öl kochen, backen, braten, dass schon beim zusehen oder lesen der Magen rebelliert.
    Zuletzt erlebt auf dem „Veganfestival“ in Berlin.
    Dort wurde z.B. auch veganes Eis von einem Hersteller angeboten, der sonst nur „normales“ Eis anbietet; stutzig nach der Zutatenauswahl gefragt: es wird mit „Fructose“ gesüßt wird! Schlimmer gehts nimmer.
    Zudem habe ich kürzlich eine Zutatenliste für eine Sorte „veganen Käse“ gelesen, war entsetzt, welch ein „Schrott“ an Zusatzstoffen darin enthalten ist.

    Veganismus ist ne prima und not-wendige Idee, nicht nur ernährungstechnisch, aber an der Umsetzung beteiligen sich nach meinem Gusto immer mehr, die einfach mal die Kasse klingeln lassen möchten.
    Ich mag einfache gesunde schnelle Gerichte für den Alltag, und finde hinreichend Rezepte in einigen ausgewählten veganen Blogs, wie auch in Deinem.
    Vielen Dank an dieser Stelle für Deine ausführliche Rezeptesammlung, von denen einige mittlerweile zu meinen Stammrezepten gehören. 🙂

    • Gern geschehen! 🙂
      Ja, mich stört an den meisten Ersatzprodukten auch die oft kriminell klingende Zutatenliste. Wer nur aus Tierschutzgründen vegan lebt, dem ist es vielleicht egal, was er isst, solange nichts Tierisches drin ist. Wer aber nicht nur vegan, sondern auch einigermaßen gesund leben will, der nimmt am besten unverarbeitete Lebensmittel und stellt so viel wie möglich selbst her. Ganz ohne ein bißchen Zeitaufwand geht’s leider aber nicht.

  2. Ja, das mit dem Zeitaufwand stimmt.
    Glücklicherweise liebe ich es zu kochen, zu backen etc. und gern mit Gästen,
    vorausgesetzt, diese spülen hinterher alles und machen die Küche wieder piccobello fit 😉
    Ansonsten bin ich viel mit Hund in der Natur unterwegs und sammle und ernte auf diese Weise so ganz nebenbei immer saisonale Wildkräuter, Obst und Heilkräuter.
    „Simpel und so natürlich wie möglich“ sind seit vielen Jahren meine Leitlinien der Ernährung;
    und natürlich gibts Ausnahmen für besonders „yammiyammi“-klingende Rezepte 😉

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s